Es ist die erste Freiluftveranstaltung im Jahreskalender der Stadt Freising: Am Donnerstag, 24. April, zieht gegen 15.45 Uhr der Herold in Gestalt von Alexander Nadler über die Obere Hauptstraße auf den Marienplatz ein, um dort das bayerische Reinheitsgebot zu verkünden. Historischer Hintergrund des „Tags des Bieres“ ist ein Erlass des bayerischen Herzogtums aus dem Jahr 1516, das die Herstellung des süffigen Gebräus regelt. Die Stadt Freising mit ihren Brauereien und Hochschulen gedenkt seit dem Jahr 2001 mit einer Veranstaltung dieses Ereignisses.
Von 16 Uhr an spielt die Stadtkapelle zu diesem Fest für die ganze Familie auf. Vor dem Anzapfen des ersten Fasses verliest der Herold das Reinheitsgebot. Anstelle von Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, der zu dieser Zeit mit seiner Familie im Urlaub ist, wird Bürgermeisterin Birgit Mooser-Niefanger zusammen mit den Vertretern der Staatsbrauerei Weihenstephan und des Hofbrauhauses das Fest eröffnen.
Eschenbacher bedauert es ein wenig, am Tag des Bieres nicht selbst anwesend zu sein, vor allem, weil die Feier im vergangenen Jahr wegen des schlechten Wetters ausgefallen ist. Ihm gefällt das historische Ambiente und er assoziiert mit dem Fest eine gewisse Aufbruchstimmung. „Nach der langen Corona-Zeit war es die erste offizielle Veranstaltung der Stadt“, sagte er während eines Pressegesprächs im Rathaus.
Zugleich ist es im kommenden Jahr eine seiner letzten Amtshandlungen, kurz vor der Amtsübergabe an seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger. Eschenbacher kandidiert bekanntlich bei den Kommunalwahlen 2026 nicht mehr für das Amt des Freisinger Oberbürgermeisters.

Drei Euro kostet das Glas Bier an diesem Tag. Die Hälfte des Betrags kommt der Freisinger Lebenshilfe zugute. Ausgeschenkt wird je nach Wetterlage bis 21 Uhr. Natürlich sind auch nichtalkoholische Getränke im Angebot. Mit dabei ist zur Unterhaltung wieder ein Masskrug-Schiebestand. Der „Tag des Bieres“ findet allerdings nur bei trockenem Wetter statt.
Wissensdurstige kommen am 24. April auf jeden Fall auf ihre Kosten. Von 15 Uhr findet die Sonderführung „Auf den Spuren alter Freisinger Braustätten“ statt. Dabei gibt es viel Interessantes und Wissenswertes über Freisings große Tradition als Bierstadt zu erfahren. Erzählt wird vom Betriebsalltag und der Entwicklung der einstigen bürgerlichen Braustätten und Gasthäuser in der Altstadt. Ein Besuch des Sporrerkellers, eine der schönsten Anlagen unter dem Weihenstephaner Berg, steht ebenfalls auf dem Programm.
Wer an der Führung teilnehmen will, muss sich aus organisatorischen Gründen in der Touristinformation (08161/54-44111 oder touristinfo@freising.de) anmelden. Treffpunkt ist am Tag der Führung vor der Touristinformation im Asamgebäude am Marienplatz 7. Die Teilnahmegebühr beträgt zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

