Jahresbericht der Freisinger Stadtwerke:Den Umständen entsprechend gut

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Die Corona-Pandemie hat auch 2021 zu erheblichen Belastungen geführt. Trotzdem konnte ein positives Ergebnis von 1,1 Millionen Euro erwirtschaftet werden.

Es war ein schwieriges Jahr mit einem gleichwohl erfreulichen Ergebnis: Die Freisinger Stadtwerke haben ihren Geschäftsbericht für 2021 vorgelegt und dieses immerhin "trotz schwieriger Umstände mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 1,1 Millionen Euro abgeschlossen", wie es in einer aktuellen Mitteilung dazu heißt.

Das vergangene Jahr sei erneut von der Covid-19-Pandemie geprägt gewesen. Durch die Erfahrungen und Maßnahmen aus dem Vorjahr hätten die Freisinger Stadtwerke die Versorgungssicherheit jedoch "in sämtlichen Bereichen der Energie- und Wasserversorgung jederzeit sicherstellen" können. Der Badebetrieb im Freizeitbad "Fresch" sei regelmäßig an die Erfordernisse angepasst worden. Dennoch habe das Fresch - neben dem Stadtbusverkehr und den Parkhäusern - besonders unter der Pandemie zu leiden gehabt. Man habe Freibad, Hallenbad und Sauna erst im Juni öffnen können - "unter Auflagen und mit Zusatzaufwand, der von der Belegschaft professionell geleistet und von den Badegästen akzeptiert wurde".

Trotz der Pandemie habe der Verlust beim Badebetrieb von 3,7 auf 3,3 Millionen reduziert werden können. Das Ergebnis aus der Freisinger Stadtwerke Parkhaus- und Verkehrs-GmbH sei Wesentlichen durch den Rettungsschirm des Personennahverkehrs gestützt worden und liege bei einem Verlust von 1,9 Millionen Euro.

Investiert wird derzeit vor allem in die Strom- und Wärmenetze

In den Versorgungsbereichen seien über das ganze Jahr verteilt Investitionen und Arbeiten getätigt worden, die einen erheblichen personellen und finanziellen Einsatz gefordert hätten, heißt es in dem Bericht weiter. Die Investitionskosten werden von den Stadtwerken allein im Stromnetz auf 3,2 Millionen Euro beziffert, im Erdgasnetz auf 1,2 Millionen und bei der Nahwärme auf 3,1 Millionen Euro. Der Auf- und Ausbau insbesondere der Strom- und Wärmenetze bilden den Schwerpunkt der aktuellen Investitionstätigkeit.

Als weiteren Meilenstein bezeichnen die Stadtwerke den Betrieb der Fernwärmetransportleitung auf Freisinger Flur. Diese sei zum Jahresbeginn 2021 durch die Stadtwerke Versorgungs-GmbH übernommen worden. Über diese Transportleitung würden alle Anschlüsse der Fern- und Nahwärmenetze in Freising versorgt, mit Ausnahme der Angerstraße. Dort entstehe ein Inselwärmenetz, das aus der neu errichteten Energiezentrale der Stadtwerke versorgt werde. Ein Spitzenlast-Blockheizkraftwerk produziere Strom, um Schwankungen aus erneuerbarer Energieerzeugung auszugleichen, und Wärme, die in einen Pufferspeicher einspeichert werde. 450 Wohneinheiten und ein Kindergarten könnten so versorgt werden. In der Stadtwerke Versorgungs-GmbH sei insgesamt ein Ergebnis von 4,4 Millionen Euro erzielt worden.

Die Versorgung der gesamten Stadt mit Trinkwasser bezeichnet der Bericht als weitere "verantwortungsvolle und herausragende Aufgabe des Unternehmens". In die Wasserversorgung wurden demnach 1,8 Millionen Euro investiert. Die Voruntersuchungen für ein zusätzliches Gewinnungsgebiet als zweites Standbein seien 2021 fortgesetzt worden. Die Freisinger Stadtwerke seien zudem von weiteren Kommunen im Freisinger Umland als Partner in der Trinkwasserversorgung mit der Betriebsführung beauftragt worden. Das Ergebnis in der Wasserversorgung lag bei 129.000 Euro.

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