Als der Freisinger Stadtrat 2017 mit einem Baustellenfest den Startschuss für die millionenschwere Sanierung des Asamgebäudes gab, war als Ziel formuliert worden, ein Kultur- und Bürgerzentrum zu schaffen, das seinesgleichen suchen sollte. Wie gut das gelungen ist, dokumentiert auch das Spielzeitheft 2026/27, das zu Beginn der Sommersaison die Domstadt gleich einmal als „das Verona Oberbayerns“ verortet und mehr als 80 Veranstaltungen bewirbt.
Denn seit dem Abschluss der Bauarbeiten 2024 verfügt „das Asam“ nicht nur über Museumsräume, Restaurants, ein vielfältig nutzbares Foyer und den ebenfalls frisch sanierten Asamsaal als Spielstätte. Neu hinzugekommen ist hinter dem Gebäudekomplex ein Bühnenaufzugsturm, der sich in eine Freilichtbühne verwandeln lässt. Und auf dieser wird an sieben Abenden Mitte bis Ende Juni das KSE (KreativesSchauspielEnsemble) Shakespeares „Romeo und Julia“ zeigen.
Auch für zwei Musikveranstaltungen soll die besondere Bühne genutzt werden: Am Freitag, 3. Juli, verspricht „Cobario“ mit dem Programm „Strings on Fire“ ein Open-Air-Konzert (19.30 Uhr). Und zum Altstadtfest am Samstag, 18. Juli, wird hier wie schon in früheren Jahren wieder ein alternatives Musikprogramm geboten. Unter dem Motto „jung & laut“ gibt es Musik von jungen Menschen für junge Menschen – die einstige, leicht angeschmuddelte Hinterhofatmosphäre dürften dabei die wenigsten vermissen.

Überschrieben ist die gesamte neue Spielzeit mit dem Zitat „Wir sind aus solchem Stoff, wie Träume sind“ aus Shakespeares „Der Sturm“. Das Motto soll in „Freisings Stadttheater für alle Generationen“ den Blick auf das öffnen, was Kultur ausmacht, heißt es aus dem Kulturamt dazu: „auf Träume, Ideen, Sehnsucht, Vergänglichkeit und die Kraft, aus Vorstellungen Wirklichkeit werden zu lassen“.
Die Schauspielsparte bringt dazu starke Geschichten auf die Bühne im Asamsaal: „Meisterklasse – Maria Callas“, „Eingeschneit“, „Weisse Zeiten“, „1:22 vor dem Ende“, „Kröten in Not“, „Der Sohn“, „Der Besuch der alten Dame“, „Die Optimistinnen“ und „Frau Luna“ sind Stücke, die in der Spielzeit 2026/27 zu sehen sein werden.
Für Kinder und Familien öffnet sich außerdem eine ganz eigene Theaterwelt. Gezeigt werden „Die Biene Maja“, „Pettersson und Findus“, „Magic Maxl – Zaubershow für alle Generationen“ und „Das Sams“. Als Höhepunkt des Familienprogramms wird der Weltkindertag am Sonntag, 20. September, angekündigt. Dann gibt es im Asam ein kostenfreies Programm rund um Kinderrechte, einen Baby- und Kinderflohmarkt und das lustige Kindertheater „Meister Eder und sein Pumuckl“.
„Mythos Schlüter – Aus Freising in die ganze Welt!“
Daneben setzt die neue Spielzeit mit Klassik, Jazz, Swing und Weltmusik auch musikalische Akzente. Mit dabei sind etwa das Kammerorchester Freising, das sein 40-jähriges Bestehen feiert, die beliebten Sonntags-Matineen sowie ein Musik- und Literaturabend über die „Schwabinger Gisela“.
Am 1. Advent kündigen die Double Drums mit „Groovin’ Christmas – The X-mas Percussion Show“ Unterhaltung für die ganze Familie an. An Silvester lädt das Casanova Society Orchestra zur musikalischen Revue, im Januar folgt mit „Rauhnacht“ ein Neujahrskonzert der anderen Art. Den Valentinstag können Verliebte im Asamsaal mit Tom Appel und Häns Czernik feiern. Quadro Nuevo kommt mit dem neuen Programm „Happy Deluxe“ nach Freising. Und zum Saisonabschluss darf sich das Publikum auf „Miroslav Jugoslav – Der Nemec hinter dem Batic“ freuen.
Als besondere Veranstaltung wird außerdem „Mythos Schlüter – Aus Freising in die ganze Welt!“ beworben. Schauspieler Dieter Fischer, Kind einer Schlüter-Familie, hat Archive durchforstet, viel bislang Unbekanntes entdeckt und zeichnet ebenso fundiert wie bewegend den Weg der bekannten Freisinger Traktorenfabrik nach: von den Anfängen über den großen Erfolg bis zum Ende. Der Abend verbindet Vortrag, persönliche Spurensuche und Musik und kommt gleich zweimal ins Asam: am Samstag, 10., und Sonntag, 11. April 2027. Helmut Schranner und seine Holledauer Musikanten greifen die jeweilige Zeit musikalisch auf.
Neben den Bühnenveranstaltungen bietet das Asam in der neuen Spielzeit die beliebten Formate „Asam hinter den Kulissen“ und „Asam frühstückt“, die das Haus selbst in den Mittelpunkt rücken und Begegnung ermöglichen. Mit „Asam tanzt“ bleibt der Tanztee für die Generation 60+ ein fester Bestandteil des Programms.
Das Spielzeitheft ist kostenlos erhältlich beim Kartenvorverkauf im Asam, Marienplatz 7, im Bürgerbüro der Stadt Freising sowie bei Banken und Geschäften in der Innenstadt. Online steht es unter www.asam.freising.de zum Download bereit. Für viele Veranstaltungen läuft der Vorverkauf bereits. Neuanmeldungen zu einem Abonnement sind bis Freitag, 31. Juli möglich.


