Das Stadtmuseum Freising beteiligt sich an der vom Hamburger Blinden- und Sehbehindertenverein ins Leben gerufenen Aktion „Bei Anruf Kultur“. Die Idee ist einfach und leicht umzusetzen: Menschen können das Museum per Telefon besuchen, sei es, weil sie eine Seheinschränkung haben, unter fehlender Mobilität leiden oder sich in Gruppen unwohl fühlen. Eine Mitarbeiterin nimmt die Anruferinnen und Anrufer bei einem telefonischen Gruppentermin mit auf einen Rundgang durch die Ausstellungen und beschreibt diese.
Eva Willberg, Leiterin des Freisinger Stadtmuseums, hält „es für schön, dass unser Museum auf diesem Weg zu den Menschen nach Hause kommen kann“. Es sei ihr ein „sehr großes Anliegen, das Museum für alle zu öffnen und erlebbar zu machen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die erste Telefonführung war laut der Pressemitteilung auch ohne Ankündigung ausgebucht. Die nächsten Termine sind am 10. Februar und 18. Mai. Anmeldungen erfolgen online auf www.beianrufkultur.de oder telefonisch unter 040/20 94 04 36. Die Teilnahme ist kostenlos. Nach Erhalt der Zugangsdaten wählen sich die Teilnehmenden am Veranstaltungstag selbst ein. Eine Führung dauerte etwa eine Stunde.
„Bei Anruf Kultur“ wird bislang an 125 Kulturorten in Deutschland angeboten. Fast jeden Tag gibt es mindestens eine telefonische Führung. In diesem Februar zum Beispiel auch zur Gladiatoren-Ausstellung in der Archäologischen Staatssammlung München, für einen Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme oder zur Giacometti-Ausstellung in der Kunsthalle Bremen.

