bedeckt München 12°
vgwortpixel

Eigener Sachbearbeiter geplant:Freising investiert in den Sport

Auf der Korbinianbrücke in Freising sollen die Radfahrer bald Vorfahrt haben. Die Planung dafür läuft.

(Foto: Marco Einfeldt)

Im kommenden Jahr will die Stadt 850 000 Euro in den Bereich Sport investierten. Auch das Personal wird aufgestockt, ein eigener Sachbearbeiter soll Ansprechpartner für Vereine und Bürger werden.

Die Stadt Freising will im kommenden Jahr 850 000 Euro in den Bereich Sport investierten. Die wichtigsten Punkte dabei: Mehr Geld für die Förderung der Jugend und die Sportplatzpflege, eine neue Sachbearbeiterstelle im Bereich Sport und Maßnahmen für Radfahrer. Außerdem wird geprüft, ob eine Umrüstung auf LED-Beleuchtung auf den Sportplätzen wirtschaftlich sinnvoll ist. Das Thema Sportentwicklung stand im Mittelpunkt des monatlichen Pressegesprächs mit Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher am Montag im Rathaus.

Endgültig beschlossen ist bisher nichts, da der Stadtrat sich erst am Mittwoch abschließend mit dem Haushalt beschäftigen wird, große Überraschungen sind aber wohl nicht zu erwarten.

Freisinger Sportvereine Zu wenig Trainingsmöglichkeiten
Freisinger Sportvereine

Zu wenig Trainingsmöglichkeiten

Sportvereine im Landkreis kämpfen mit vielschichtigen Problemen, am meisten machen ihnen eingeschränkte Trainingszeiten für den Nachwuchs zu schaffen. In Freising hoffen viele auf die neue Halle im Steinpark.   Von Tobias Meindl

Das Bündel von Maßnahmen wurde am Montag von Freisings Drittem Bürgermeister Hans Hölzl vorgestellt. Dazu gehört die Aufstockung der Jugendförderung, die für Kinder und Jugendliche vorgesehen ist, von 20 auf 30 Euro pro Kopf und Verein. Eine weitere Maßnahme ist ebenfalls die Aufstockung der Sportplatzpflege, die bisher 20 Cent pro Quadratmeter betrug, auf 30 Cent. Letztere Maßnahme betrifft nur die Flächen der Vereine, da die Flächen der Schulen schon von deren Gärtnern gepflegt werden.

Ein Sachbearbeiter soll ab Anfang 2020 koordinieren

Auch in Sachen "Personal" tut sich etwas. Wie von Karl-Heinz Wimmer, Referatsleiter für Bildung, Soziales und Sport, angekündigt, ist in der Stadtverwaltung eine neu zu schaffende Stelle für einen Sachbearbeiter oder eine Sachbearbeiterin für den Bereich Sport geplant. Die neue Kraft soll beim Thema Sport eine Art Ansprechpartner für Vereine und Bürger werden und eine Koordinationsfunktion innehaben. "Diese Stelle ist für uns eine Hoffnung", sagte Sebastian Wanzke, Vorsitzender des Stadtverbandes für Sport. Nach dem Plazet des Stadtrates soll die neue Stelle ausgeschrieben und schon im Januar oder Februar besetzt werden.

Entscheidend für Wimmer ist auch die Steuerungsgruppe, zu der Politiker, Vereine und die Stadtverwaltung gehören, die sich bisher zweimal jährlich versammelt hat. Ihre Aufgabe ist es, Prioritäten zu setzen und Vorschläge zu erarbeiten.

Was Maßnahmen für Radler angeht, liegt die Priorität erst mal beim Radweg, der von Attaching über die Erdinger Straße und die Korbinian-Brücke zum Bahnhof führt. An der Korbinianbrücke soll Radfahrern die Vorfahrt gegeben werden. Die Planung läuft. Laut Bürgermeister Hölzl könnte sie schon Ende 2020/Anfang 2021 umgesetzt werden.

Bestehende Hallen will man ergänzen, statt neue zu bauen

In Sachen Hallen gibt es hingegen keine signifikanten Neuheiten. Wie schon mehrmals berichtet, soll bis zum Jahr 2022 noch eine Dreifachhalle zusammen mit den neuen Schulen im Steinpark kommen, die mit einer Tribüne ausgestattet und für den Vereinssport geeignet ist. In Vötting wird eine zweite Halleneinheit gebaut, die geplante neue Grundschule in Lerchenfeld bekommt ebenfalls eine Halle. "Mit Abschluss der Halle im Stein-Areal sind wir gut aufgestellt", sagte der Freisinger Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher. Laut Bürgermeister Hölzl bestehe nun der Schwerpunkt darin, schon existierende Hallen so gut wie möglich zu ergänzen, anstatt neue zu bauen.

Bildung in Bayern "Denkwürdiger Tag"
Schulen in Freising

"Denkwürdiger Tag"

Symbolischer Spatenstich für die neuen Steinpark-Schulen   Von Petra Schnirch

Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass die Luitpoldhalle, die in den Siebzigerjahren gebaut worden sei, in zehn oder fünfzehn Jahren abgerissen und neu gebaut werden müsse.

Laut Sebastian Wanzke vom Stadtverband für Sport ist der Bedarf "facettenreich". In Sachen Großspielplatz sei beispielsweise der Freisinger Norden unterversorgt, wie schon die Studie zum Sportverhalten in der Stadt im Februar 2019 hervorgehoben hatte. Deshalb habe der Verband im August einen Antrag für einen Großspielplatz gestellt. "Das Thema betrifft nicht nur den Fußball, sondern viele Sportarten", so Wanzke.