Ausbau:Freisinger Schlüterbrücke: Stadtrat stimmt weiteren Planungen zu

Verkehr; Strassenbau; Infrastruktiur

Die Frage nach dem Ausbau der Schlüterbrücke spaltet die Gemüter.

(Foto: Johannes Simon)

Nach einer mehrstündigen Debatte haben die Freisinger Stadträte weiterführenden Untersuchungen zum vierspurigen Ausbau der Schlüterbrücke durch den Landkreis Freising zugestimmt.

Von Kerstin Vogel, Freising

Nach einer mehrstündigen, teilweise hitzigen Debatte hat der Freisinger Stadtrat am Donnerstagabend mit 23:16 Stimmen einer Fortführung der Planungen zum vierspurigen Ausbau der Schlüterbrücke durch den Landkreis Freising zugestimmt. Grüne, Linke, ÖDP und SPD hatten zuvor vergeblich darum geworben, hier im Interesse des Klimaschutzes und einer echten Verkehrswende erstmals nicht ausschließlich im Sinne des motorisierten Individualverkehrs und des Straßenbaus zu entscheiden.

Sie forderten in zahlreichen Redebeiträgen unter anderem eine Aktualisierung der zugrundeliegenden Verkehrsprognosen. Denn in diesem Zahlenwerk sind vor allem die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht berücksichtigt; weder, was den Einbruch des Flugverkehrs am Münchner Flughafen, noch was die Konsequenzen der zunehmenden Arbeit in Home Offices angeht. Ihre zentralen Argumente: Wer mehr Straßen baut, wird mehr Verkehr ernten - und es sei Autofahrern zuzumuten, auch mal im Stau zu stehen.

Es geht noch nicht um einen Projektbeschluss

Die Befürworter der Planungen dagegen argumentierten, dass es ja noch nicht um einen Projektbeschluss gehe, sondern lediglich um weiterführende Untersuchungen, weil die Verkehrsknotenpunkte an der Schlüterbrücke teilweise bereits jetzt überlastet seien. Nachdem die Brücke ein Fauna-Flora-Habitat durchschneide, müssten alle möglichen Alternativen ohnehin geprüft werden.

In der namentlichen Abstimmung, die von den Grünen beantragt worden war, setzten sich die Befürworter des Projekts von Freisinger Mitte, Freien Wählern, CSU, FDP und AfD am Ende durch. Die Debatte war von zahlreiche Besuchern aus dem Umfeld der Fridays for Future-Bewegung verfolgt worden, die schon im Vorfeld der Sitzung an die Ziele der Freisinger Resolution zum Klimawandel erinnert hatten.

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