Der Personalmangel in der Kita Keltenweg beschäftigt die Gemeinde Neufahrn seit Jahren – und die Eltern der Kinder, die auf einen Betreuungsplatz warten, erst recht. Nun zeichnet sich vermutlich eine Lösung ab. Wie die Gemeinde mitteilt, haben sich die Verwaltung und der bisherige Träger, die Diakonie Rosenheim, „auf einen Trägerwechsel verständigt“. Einen neuen Träger gibt es schon: Das gemeinnützige Unternehmen Kinderland Plus mit Sitz in Poing, das aktuell 29 Einrichtungen in mehreren Landkreisen, vor allem in Ebersberg und Erding, betreibt, übernimmt die Einrichtung zum 1. September. Die drei weiteren Kindergärten der Diakonie Rosenheim in Neufahrn sind von dem Wechsel nicht betroffen, sie sollen unverändert weitergeführt werden.
Für den neuen Bürgermeister Ozan Iyibas (CSU), der im Wahlkampf Konsequenzen für die Träger, die den Personalmangel selbst nach Monaten und Jahren nicht lösen können, angekündigt hatte, handelt es sich um einen Erfolg. Zumindest auf dem Papier, denn es bleibt natürlich abzuwarten, wie es unter dem neuen Träger sein wird. Iyibas Ziel ist es, jedem Kind ab drei Jahren einen Kindergartenplatz anzubieten. Die Gemeinde ist zuversichtlich, dass der Trägerwechsel „ein sehr großer Schritt“ in diese Richtung sei.
Die Betreuung unter dem neuen Träger soll zunächst mit einer Gruppe von bis zu 25 Kindern starten und dann „schrittweise, bedarfsorientiert und zeitnah“ weiter ausgebaut werden, heißt es. Auch, um eine angemessene Eingewöhnung der Kinder zu ermöglichen. Im Kindergarten Keltenweg werden aktuell weniger als 15 Kinder betreut, die Einrichtung ist aber für 100 Plätze ausgelegt. Das beeinflusse die Warteliste massiv, so die Gemeinde. Auf der dieser stehen aktuell 65 Kinder. In den kommenden Wochen will die Gemeinde auf die Eltern der Kinder zugehen und ihnen – entsprechend der Platzvergabe und den geltenden Aufnahmekriterien – Betreuungsplätze in der neuen Kindertagesstätte anbieten.
Für die Gemeinderatsmitglieder ist Kinderland Plus kein Unbekannter. Auf Initiative der Freien Wähler hatte sich der Träger mit Sitz in Poing in der Mai-Sitzung des Gemeinderats vorgestellt und im Gremium einen guten Eindruck hinterlassen.

