Eine Gruppe von Menschen um den scheidenden Bürgermeister Franz Heilmeier (Grüne) will künftig eine Bürgerstiftung für Neufahrn ins Leben rufen. Der erste Schritt, nämlich die Gründung eines Fördervereins, ist bereits getan – nun möchte der Verein die finanzielle Grundlage für die Stiftung schaffen. Damit die Stiftungszwecke mit den Kapitalerträgen bedient werden können, bedarf es laut den Initiatoren eines Startkapitals von mindestens 200 000 Euro. Die Stiftung soll in zwei Jahren operativ werden.
Ziel der Bürgerstiftung wird es sein, lokale Einrichtungen und Vereine im sozialen, kulturellen, sportlichen und Umwelt-Bereich zu unterstützen. „In Neufahrn gibt es bereits viele einzelne ehrenamtliche Projekte und Initiativen“, betont Bürgermeister Heilmeier. Auch die Bereitschaft, diese zu unterstützen, sei bei vielen Bürgerinnen und Bürgern groß – in einigen Fällen auch in Form einer Immobilienspende. Was allerdings fehle, sei eine Gesamtstiftung, die Ideen und finanzielle Mittel bündelt. Bürgerstiftungen sind Stiftungen „von Bürgern für Bürger“, die auf lokaler Ebene wirken und das bürgerliche Engagement stärken. Laut dem Bündnis der Bürgerstiftungen gibt es aktuell in Deutschland 435 solcher Einrichtungen, 42 davon in Bayern.
Zu den Gründungsmitgliedern des Neufahrner Fördervereins gehören Vertreter der Zivilgesellschaft sowie Politiker, neben Franz Heilmeier der zukünftige Bürgermeister Ozan Iyibas (CSU), der aktuell zweite Bürgermeister Josef Eschlwech (FW), die Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl (SPD) und der Umwelt- und Energiereferent Frank Bandle (Grüne). Sie betonen, dass die Stiftung komplett unabhängig von der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat sein wird. „Zwischen Stiftung und Rathaus wird es keine direkte Verbindung geben“, sagt Heilmeier. Informationen über die Initiative gibt es auf der Webseite buergerstiftung-neufahrn.de.

