Kommunalwahl im Landkreis FreisingDie ersten Kandidaten sind raus

Lesezeit: 2 Min.

Für die Kommunalwahl im März hat der Wahlausschuss jetzt auch die Unterschriftenlisten der neuen Wahlvorschläge geprüft. Damit steht fest, wer im Landkreis Freising zur Wahl zugelassen wird.
Für die Kommunalwahl im März hat der Wahlausschuss jetzt auch die Unterschriftenlisten der neuen Wahlvorschläge geprüft. Damit steht fest, wer im Landkreis Freising zur Wahl zugelassen wird.
Marco Einfeldt
  • Birgit Mooser-Niefanger und Nicolas-Pano Graßy haben genug Unterschriften gesammelt und dürfen bei der OB-Wahl in Freising antreten.
  • Zwei Kreistagslisten scheiterten knapp an der erforderlichen Unterschriftenzahl - "Freising für alle" fehlten fünf, "Fresh" fehlten 13 Stimmen.
  • Der vorbestrafte Echinger Bürgermeister Sebastian Thaler darf mit seiner neuen Wählergruppe "Mega" zur Kommunalwahl am 8. März antreten.
Von der Redaktion überprüft

Diese Zusammenfassung wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

Birgit Mooser-Niefanger und Nicolas-Pano Graßy dürfen zur OB-Wahl antreten, auch für einige andere Wahlvorschläge im Landkreis Freising kamen genug Unterstützerunterschriften zusammen. Zwei bereits nominierte Listen für den Kreistag allerdings werden nicht auf dem Stimmzettel stehen.

Von Francesca Polistina, Petra Schnirch und Kerstin Vogel, Freising / Moosburg / Neufahrn

SZ bei Google bevorzugen

Nun ist es offiziell: In der Stadt Freising wird es neun Kandidatinnen und Kandidaten für die OB-Wahl geben. Birgit Mooser-Niefanger hat mit ihrer Unterstützerliste „Für Freising“ 264 Unterschriften für ihre Kandidatur gesammelt, 215 waren erforderlich. Auch Nicolas-Pano Graßy hat mit der Wählervereinigung „Freising für alle“ die erste Hürde für die Kommunalwahl genommen. In der Stadt Freising gab es 344 gültige Unterschriften für ihn als Oberbürgermeisterkandidat und 310 für die Stadtratsliste, wie Graßy noch am Dienstagabend im Rathaus erfragt hat. Laut Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz müssen Parteien oder Wählergruppen, die bisher nicht im Stadt- oder Gemeinderat vertreten sind, so eine Unterschriftenliste vorlegen, Ausnahmen gelten nur für Parteien, die bei den jüngsten Landtags-, Bundestags- oder Europawahlen in Bayern mehr als fünf Prozent erreicht haben.

Auch der Landratskandidat von „Freising für alle“, Günther Pletschacher, kann in den Wahlkampf ziehen: Für ihn kamen 462 gültige Unterschriften zusammen. Ganz knapp nicht geschafft hat es die Kreistagsliste der Wählervereinigung. Zwar seien bis zum Stichtag am Montag 453 Unterschriften gesammelt worden, heißt es dazu aus dem Landratsamt. Davon seien aber 28 ungültig gewesen. Damit fehlten am Ende fünf Stimmen für eine Zulassung zur Kreistagswahl. Die Liste des Moosburger Bündnisses „Fresh“ für den Freisinger Kreistag ist mit 417 gültigen Unterschriften ebenfalls an der erforderlichen Zahl von 430 gescheitert.

Keine Probleme, die notwendigen Unterschriften zu sammeln, hatte der Moosburger Bürgermeister Josef Dollinger. Er will noch einmal antreten, diesmal als unabhängiger Kandidat und nicht wie 2020 für die Freien Wähler. Für Dollinger und seine Gruppierung „Moosburg pur“ trugen sich 258 Unterstützerinnen und Unterstützer in die Liste ein, sechs Stimmen erklärte der Wahlausschuss für ungültig. Erforderlich waren 180. Eine Liste für den Stadtrat hat „Moosburg pur“ nicht.

Der Neufahrner Marc Bosch wurde ebenfalls zur Wahl zugelassen: Kurz vor Weihnachten hatte Bosch erfahren, dass er 190 Unterschriften brauchte, um überhaupt als Bürgermeister kandidieren zu dürfen. Bosch war davon ausgegangen, dass er die für die Wahl 2020 gesammelten Unterschriften geltend machen könnte. So war es aber nicht, weil er und seine Wählergruppe aktuell nicht im Gemeinderat vertreten sind. Am Ende hat es geklappt: Bosch bekam nach Angaben der Verwaltung 277 gültige Unterschriften, seine Gemeinderatsliste 254. Erforderlich waren 190. In Neufahrn gibt es somit sechs Bürgermeisterkandidaten.

Auch der vorbestrafte Bürgermeister von Eching, Sebastian Thaler, darf antreten

Auch Sebastian Thaler darf an der Wahl am 8. März teilnehmen. Der parteilose Bürgermeister der Gemeinde Eching kandidiert mit einer eigenen Wählergruppe: Da ihn keine der sieben im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen mehr aufstellen wollte, gründete der vorbestrafte Bürgermeister gut zwei Wochen vor Ablauf der Frist die Wählergruppe „Miteinander Eching GestAlten“ (Mega). Zur Zulassung benötigte die neue Gruppe 180 Unterstützerunterschriften. Thaler erhielt 310 gültige Unterschriften, die Gemeinderatsliste 264. „Im Vorfeld des Wahlausschusses gingen bei der Wahlleitung zwei Einsprüche gegen den Wahlvorschlag ‚Mega‘ ein. Diese wurden im Wahlausschuss nach Rücksprache mit der Rechtsaufsicht des Landratsamts als unbegründet zurückgewiesen“, schreibt Thaler in einer Mitteilung.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Kommunalwahl 2026 im Landkreis Freising
:Neun Landratskandidaten auf dem Stimmzettel

Sieben Männer und eine Frau fordern am 8. März bei der Wahl zum Freisinger Landrat Amtsinhaber Helmut Petz heraus. Die SZ stellt alle Bewerber vor.

Von Kerstin Vogel

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: