Der diesjährige Gottesdienst zum „Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler“ steht unter dem Leitthema Zusammenhalt. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, feiert ihn am Mittwoch, 5. März, um 17 Uhr im Freisinger Dom.
Einen künstlerischen Akzent soll die Bodenskulptur „Schwarzbild“ der Münchner Künstlerin Susanne Wagner setzen. Zu sehen ist dann laut Ankündigung ein raumgreifendes Kunstwerk, bestehend aus 230 bemalten Keramikmodulen, die zu einem Geflecht gelegt sind. Sie sollen eine Webtechnik imitieren. Ein in die einzelnen Platten eingedrucktes Gewebe verleiht der keramischen Oberfläche zusätzlich die Anmutung einer weichen Stofflichkeit.
Die Bodenskulptur soll das Weben und die Töpferei miteinander verbinden, die beide zu den ältesten handwerklichen Ausdrucksformen der Menschheit gehören. Die Münchner Künstlerin ist bekannt für ihre Arbeit in kirchlichen Räumen.
Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst durch das Vokalensemble Cantores Freising unter der Leitung von Matthias Egger. Als Kantorin wirkt Magdalena Ladendinger, Organist ist Simon Rager. Es erklingt Musik von Knut Nystedt, Arvo Pärt und Orlando di Lasso. Die Schauspielerin Pauline Fusban und der Schauspieler Martin Pfisterer lesen aus biblischen und literarischen Werken. Die Kollekte kommt dem Monsignore-Fellerer-Fonds zugute, der Künstlerinnen und Künstler in Notsituationen unterstützt.
Der „Aschermittwoch der Künstler“ wurde von dem katholischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründet. Er wird mittlerweile in mehr als 100 Städten weltweit gefeiert. Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, eine Zeit der Umkehr und Buße, in der sich die Gläubigen auf das Osterfest vorbereiten.
Zu den Gottesdiensten an diesem Tag gehört der Ritus der Aschenauflegung. Die Geistlichen zeichnen den Gläubigen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn und sprechen dabei einen Vers aus dem Buch Genesis: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Oder aus dem Markus-Evangelium: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“

