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Bürgermeisterwahl in Langenbach:Konkurrenz für Susanne Hoyer

Thomas Holst

Thomas Holst soll Bürgermeisterkandidat für die CSU in Langenbach werden.

(Foto: privat)

Thomas Holst will für die CSU in Langenbach kandidieren

Die Langenbacher CSU wird zur Kommunalwahl im nächsten Jahr mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen gehen. Unerwartet für politische Beobachter, denn die CSU hat noch zusammen mit den Freien Wählern (FWL) vor sechs Jahren die jetzt amtierende, parteiunabhängige Susanne Hoyer unterstützt. Der CSU-Kandidat Thomas Holst wird am Montag, 28. Oktober, von der CSU-Mitgliederversammlung offiziell nominiert werden.

Was nun, Frau Bürgermeisterin, stellt sich da die Frage. Susanne Hoyer reagiert gelassen: theoretisch könne sie auch ohne von einer Gruppierung nominiert zu sein, erneut kandidieren, bräuchte dazu aber rund 80 Unterstützerunterschriften. Doch zum Unterschriftensammeln wird es nicht kommen, denn die Bürgermeisterin hat die Zusage des Vorstands der FWL, dass sie dort wieder Bürgermeister-Kandidatin sein wird. Auch die Freien Wähler Oberhummel würden sie wieder unterstützen. Susanne Hoyer rechnet auch nicht mit weiteren Bürgermeister-Kandidaturen, weder der SPD noch den Grünen. An ihrer Wiederkandidatur lässt sie ebenfalls keine Zweifel, im Gegenteil: "Ich hab mir auch überlegt, als komplett freie Bewerberin ins Rennen zu gehen, das wäre sicher auch keine schlechte Lösung." Die parteipolitische Unabhängigkeit sei immer im Mittelpunkt ihres Politikverständnisses gestanden. "Aber ich geh mit den Freien Wählern." Sie wird Listenkandidatin sein, ob auch Mitglied, darüber sei noch nicht gesprochen worden.

Die Entscheidung für einen eigenen Kandidaten sei ein Alleingang des Ortsvorstandes, so Hoyer

Warum ist es zu diesem defacto-Bruch mit der CSU gekommen? Mit der örtlichen eigentlich nur, meint Hoyer, denn der Kreisvorsitzende Florian Herrmann sei nicht begeistert von dem Entscheid des Ortsvorstands. Die Entscheidung für einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten sei ein Alleingang des örtlichen Vorstands und seiner Vorsitzenden gewesen, meint Hoyer. Dass sie mit der CSU-Ortsvorsitzenden und Gemeinderätin Dorothee Fremann offensichtlich über Kreuz ist, scheint persönliche Gründe zu haben. Hoyer war ja auch längere Zeit als CSU-Landratskandidatin im Gespräch, und ihr Taktieren in der Frage hat ihr Fremann wohl übel genommen. Auf Facebook mahnte sie die Bürgermeisterin, sich klar zu bekennen, ob ihr die Gemeinde noch ein Herzensanliegen sei.

Das ist sich Susanne Hoyer sicher: "Ich hab noch so viel vor in Langenbach." Sie werde nach wie vor für alle da sein, "auch für meine CSU-Wähler natürlich." Bauland- und Siedlungspolitik seien mittlerweile in Langenbach in Gang gekommen, der Grundsatzbeschluss für die Baulandentwicklung im Einheimischenmodell sei im Entwurf fertig. Die Kreisstraße werde sowohl in Langenbach als auch in Oberhummel komplett umgebaut, es werde zudem "Zig- Querungshilfen" geben. Mit der anstehenden Sanierung der Dorfstraße werde auch das Leben wieder in die Ortsmitte gebracht, für das Projekt "Langenbacher Mitte" sei der Förderbescheid unterwegs.

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