Nicht alle Kunstwerke eines Museums werden öffentlich präsentiert, die meisten lagern irgendwo im Dunkeln. Zum Beispiel hinter jener Tür in Freising, die selbstverständlich mit einer Alarmanlage gesichert ist. Die Adresse soll in der Zeitung nicht verraten werden, denn Diskretion ist bekanntlich die beste Sicherheitsmaßnahme. Der Raum riecht nach altem Holz und Papier, die raumhohen Stahlgitter sind mit Gemälden gefüllt. Nichts hier wird dem Zufall überlassen: Die Temperatur liegt bei 18 Grad, die relative Luftfeuchtigkeit bei 52 Prozent, die Reinigung erfordert höchste Sorgfalt. Ob man durch diese Vorkehrungen die Objekte wie neu erhalten kann? Nicht ganz, erklärt der Kunsthistoriker Steffen Mensch, denn selbstverständlich würden auch Kunstwerke älter. Aber immerhin: „Wir können den Alterungsprozess verlangsamen.“
KunstsammlungDie verborgenen Schätze des Freisinger Diözesanmuseums
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Nur ein Bruchteil der Kunstwerke einer Sammlung wird dem Publikum gezeigt. Was ist mit dem Rest? Ein Besuch im gut gesicherten Depot des Freisinger Diözesanmuseums, wo man sich gerade auf eine neue große Sonderausstellung vorbereitet.
Von Francesca Polistina, Freising
