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Landratskandidat der CSU:Manuel Mück ist nominiert: "Jetzt wird gekämpft"

Manuel Mück soll dafür sorgen, dass das Amt des Landrats nach den nächsten Kommunalwahlen im März 2020 in Händen der CSU bleibt. Die Kreisdelegiertenversammlung der Christsozialen sprach ihm ihr Vertrauen aus und nominierte ihn.

(Foto: Marco Einfeldt)

118 von 124 CSU-Kreisdelegierte nominieren Manuel Mück, den Allershausener Gemeinde- und Kreisrat, zum Landrats­kandidaten.

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha liegt erst wenige Tage zurück. Höhepunkte an den letzten beiden Tagen waren die Staffelläufe der Männer und Frauen. Vielleicht zog Landrat Josef Hauner (CSU) daraus die Inspiration, den Landratswahlkampf mit einem Staffelrennen zu vergleichen. Er, der Amtsinhaber, der aus Altersgründen nicht mehr antreten darf, übergibt nun den Stab an Manuel Mück. Der Gemeinde- und Kreisrat aus Allershausen, ist in der Versammlung der Kreisdelegierten der CSU im Kirchdorfer Ortsteil Helfenbrunn zum Landratskandidaten auserkoren worden. Er soll das Amt für die Christsozialen verteidigen, mit 118 von 124 Stimmen: "Ein starkes Zeichen von Geschlossenheit", lobte Kreisvorsitzender Florian Herrmann.

Mück sei in Zeiten des Populismus von Rechts und Links ein "exzellentes Angebot an die Bevölkerung", sagte Herrmann. Mit "Maß und Mitte" gab der Kreisvorsitzende die Parole für die Kommunalwahlen aus, in der es nicht nur um das Amt des Landrats geht, sondern auch um die Neubesetzung des Kreistags. Die CSU stehe nicht für extreme Entwicklungen - weder für Spaltung noch für Übertreibung.

Herrmann und Hauner hoben in ihren Reden die Attribute hervor, die den 32-jährigen Mück in ihren Augen besonders zum Amt eines Landrats befähigen. Er sei jung, aber doch schon erfahren, stellte Hermann mit Blick auf seine Funktionen als Fraktionsvorsitzender in Gemeinderat und Kreistag fest. Er höre zu, denke nach und entscheide dann, fügte Hermann hinzu. Hauner wiederum schätzt Manuel Mück als bodenständigen und zupackenden Menschen.

70 Namen auf der Kreistags-Liste

Die CSU-Kandidaten für die Kreistagswahl 2020: 1. Manuel Mück (Allershausen), 2. Anita Meinelt (Moosburg), 3. Iyibas Ozan (Neufahrn), 4. Monika Hermann (Fahrenzhausen), 5. Simon Senger (Rudelzhausen), 6. Monika Arzberger (Haag), 7. Martin Hauner (Freising), 8. Eva-Maria Oberloher (Mauern), 9. Simon Schindelmayr (Eching), 10. Florian Hermann (Freising), 11. Johann Stegmair (Hohenkammer), 12. Gregor Wild (Hörgertshausen), 13. Harald Reents (Hallbergmoos), 14. Uwe Gerlsbeck (Kirchdorf), 15. Birgit Sixt (Nandlstadt), 16. Jürgen Mieskes (Freising), 17. Martin Reiter (Kirchdorf), 18. Martin Hellerbrand (Au), 19. Tanja Knieler (Hallbergmoos), 20. Konrad Weinzierl (Gammelsdorf), 21. Kerstin Rehm (Eching), 22. Georg Hadersdorfer (Moosburg), 23. Erich Irlstorfer (Gammelsdorf), 24. Andreas Adldinger (Kranzberg), 25. Hans Mayer (Mintraching), 26. Benedikt Flexeder (Haag), 27. Josef Riemensberger (Eching), 28. Franz Mayer (Nandlstadt), 29. Hildegard Heindl (Au), 30. Josef Deliano (Mauern), 31. Rainer Klier (Nandlstadt), 32. Rudolf Heinz (Moosburg), 33. Damian Edfelder (München), 34. Franz Braun (Kranzberg), 35. Karin Linz (Moosburg), 36. Gabriele Partsch (Hallbergmoos), 37. Georg Schmid (Marzling), 38. Markus Staudt (Zolling), 39. Christine Kömpel (Freising), 40. Franz Josef Müller (Hohenkammer, 41. Peter Költz (Wang), 42. Andreas Kaindl (Attenkirchen), 43. Martin Linseisen (Sillertshausen), 44. Florian Warmuth (Freising), 45. Lisa Schelzel (Freising), 46. Konrad Schickaneder (Rudelzhausen), 47. Josef Kortus (Allershausen), 48. Dorothee Fremann (Langenbach), 49. Christopher Bergmann (Freising), 50. Marlies John (Wang), 51. Frank Langwieser (Massenhausen), 52. Elmar Ziegler (Langenbach), 53. Walter Wirl (Hallbergmoos), 54. Etienne-Maurice Ehlers (Kirchdorf), 55. Rita Guske (Hallbergmoos), 56. Philipp Stadler (Paunzhausen), 57. Maximilian Falkner (Zolling), 58. Laura Monika Behrendt (Hallbergmoos), 59. Josef Petz (Freising), 60. Tobias Steinhardt (Nandlstadt), 61. Christian Nadler (Giggenhausen, 62. Andreas Selmayer (Nandlstadt), 63. Heike Krauß (Eching), 64. Renate Schreiber (Fahrenzhausen), 65. Magdalena Poruba (Freising), 66. Silvia Edfelder (Hallbergmoos), 67. Lennart Eckstein (Neufahrn), 68. Isabel Christen (Freising), 69. Marcus Klose (Allershausen), 70. Stefan Baur (Au).beb

Mücks Schwerpunkte sollen Mobillität, Digitalisierung und die Energiewende

Mück selbst schilderte, wie er nach dualer Ausbildung die kaufmännische Führung im elterlichen Betrieb, einer Tankstelle mit Werkstatt, übernommen habe. Er wolle das Amt des Landrats für die CSU verteidigen und sei sich dessen Bedeutung bewusst. "Die Zukunft des Landkreises ist mir wichtig", betonte er in seiner Bewerbungsrede. Die Feinheiten seines Wahlprogramms will er noch ausarbeiten. Sieben Schwerpunkte nannte Mück vorab. Es gelte, Mobilität, sei es mit Auto, Bus oder Fahrrad, neu zu denken. Zum Flughafen will er ein gutnachbarschaftliches Verhältnis führen. "Die dritte Startbahn lehne ich ab", stellte er dennoch klar. Weil "kein Talent verloren gehen darf", hält er am Bau des Berufsschulzentrums an der Wippenhauser Straße fest. Gleichzeitig soll die Digitalisierung der Schulen vorangetrieben werden. Ebenso hält Mück an der Überplanung des Klinikumgeländes fest, die unter anderem Personalwohnungen vorsieht. Bis zum Jahr 2035 soll der Landkreis die Energiewende schaffen. Damit die Daten und nicht die Bürger laufen müssen, strebt Mück eine stärkere Digitalisierung des Landratsamts an. Das Ehrenamt will er nach Kräften fördern, ebenso die "Erlebbarkeit des Landkreises". Mück will sich deshalb beispielsweise für die Etablierung einer Jugendherberge einsetzen.

Die Kreistagsliste sei nach einem ausgeklügeltem System zusammengestellt, sagte Herrmann, das Alter, Geschlecht und die geografische Herkunft der Kandidaten im Landkreis berücksichtige. Wie es sich gehört, führt Landratskandidat Mück die Vorschlagsliste der CSU an. "Ich nehme den Staffelstab", sagte dieser nach seiner Wahl. "Jetzt wird gekämpft." Hauner hatte ihm zuvor gewünscht, dass er auch noch auf den letzten Metern des Wahlkampfes noch genügend Luft haben werde. Davon zeigte sich der amtierende Landrat überzeugt. "Wir werden ein gutes Ergebnis einfahren."

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