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Landratswahl Freising:Freie Wähler nominieren Helmut Petz

Helmut Petz möchte Landrat im Landkreis Freising werden. Den ersten Schritt dazu hat er am Montag getan. Die Freien Wähler haben ihn am Montag zu ihrem Kandidaten gekürt.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der 62-Jährige ist Richter am Bundesverwaltungsgericht und hat bereits vier Jahre das Bauamt im Landratsamt geleitet.

Jetzt ist es offiziell: Kreisverband und Kreisvereinigung der Freien Wähler stellen Helmut Petz gemeinsam als Kandidaten für die Landratswahl im kommenden März auf. Das ergab die Nominierungsversammlung am Montag in Marzling. Petz hatte keinen Gegenkandidaten. Er ist im Landkreis kein Unbekannter, er leitete fast vier Jahre lang das Bauamt am Freisinger Landratsamt. Seit zehn Jahren ist der 62-Jährige Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit Letztzuständigkeit bei der Flughafenplanung, Bau-, Naturschutz- und Denkmalschutzrecht.

Ein Grund, warum er sich für das Amt des Landrats bewerbe, sagte Petz in seiner Bewerbungsrede, seien seine guten Erfahrungen als Leiter des Bauamts. "Wir haben uns um die Anliegen der Menschen gekümmert und Lösungen gesucht. Das haben uns die Menschen honoriert und uns Anerkennung und Zufriedenheit zurückgegeben." Ein weiterer Grund sei für ihn die Freude am Gestalten. Im Gegensatz zum Richter, der nur Gesetze anwende, könne ein Landrat als Chef des Landratsamts und Vorsitzender des Kreistags viel für die Menschen herausholen, wenn er im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und der im Kreistag vorhandenen Kompetenz und Kreativität nach guten Lösungen suche.

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"Ich kenne rechtliche Stolpersteine und kann helfen, sie aus dem Weg zu räumen"

Flughafen, Umwelt, Siedlungsentwicklung und Verkehr seien genau seine Themen als Richter. "Ich kenne die rechtlichen Stolpersteine und kann helfen, sie aus dem Weg zu räumen", betonte Petz und fügte hinzu: "Der Landkreis und seine Menschen liegen mir auch ganz persönlich am Herzen."

Der in Feldmoching wohnende Petz möchte die Zukunft für die Menschen im Landkreis verträglich gestalten. Dieser leide aufgrund der Nähe zum Flughafen an Überhitzung in allen Bereichen. Zur dritten Startbahn hat Petz eine klare Meinung. "Sie ist politischer Unsinn. Sie würde diese Entwicklung weiter anheizen und muss mit allen Mitteln verhindert werden." Wenn der Landkreis auch in Zukunft attraktiv bleiben solle, wäre eine Verschnaufpause in seiner rasanten Entwicklung nötig. Petz setzt auf eine verträgliche Siedlungsentwicklung mit bezahlbarem Wohnraum für Einheimische und Familien. Gleichzeitig soll der Flächenverbrauch auf ein verträgliches Maß beschränkt bleiben.

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Ein Ziel sei die Verlängerung der U6 - vielleicht bis nach Freising

Natürlich spielt der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel auch im Wahlkampf von Petz eine Rolle. Ein wichtiges Ziel sei dabei die Verlängerung der U 6 vom Forschungsgelände in Garching bis nach Neufahrn. Das sei nur ein Katzensprung, sagte der Kandidat der Freien Wähler. Eine weitere Variante sei die Verlängerung über die Isar nach Hallbergmoos und Freising. Weitere wichtige Themen seien wohnortnahe Schulen, wie etwa eine weiterführende in Allershausen, eine hochwertige medizinische Versorgung im Krankenhaus sowie das "Wohnen im Alter".

Dass am Ende alle 36 Stimmberechtigten ihn zum Kandidaten kürten, bezeichnete Petz "als eindeutiges Votum". Wie die Wahl letztlich ausgehen werde, wisse keiner. Das hänge vom Wähler ab. "Das wird kein Spaziergang", warnte Petz. Doch das Programm der Freien Wähler beinhalte die richtigen Antworten auf die drängenden Fragen. Die Freien Wähler im Landkreis müssten den Weg gemeinsam angehen und dabei an Fahrt aufnehmen. Dann könnten sie die Menschen mitnehmen. "Auf geht's!", forderte Petz.

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