Kommunalwahl in FreisingDie Zeit der Sondierungen beginnt

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Noch-Oberbürgermeister Tobias Eschenbach wird den Wahlkampf sicher genau beobachten.
Noch-Oberbürgermeister Tobias Eschenbach wird den Wahlkampf sicher genau beobachten. Johannes Simon

Nach der Mitteilung von Tobias Eschenbacher, nicht mehr für das Amt des Freisinger Oberbürgermeisters zu kandidieren, wissen die anderen Parteien und Gruppen jetzt, mit wem sie es bei der Freisinger Mitte zu tun haben. Jetzt machen sie sich selbst auf Kandidatensuche und wollen sich dabei nicht drängen lassen. Die Freien Wähler haben mittlerweile entschieden, Daniel Hubensteiner als OB-Kandidaten zu nominieren.

Von Birgit Goormann-Prugger, Freising

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Wenn eines sicher ist, dann das: Nach den Kommunalwahlen am 8. März 2026 wird die Stadt Freising eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister haben. Wenn man das nicht schon am Abend dieses Tags weiß, dann spätestens zwei Wochen später nach einer Stichwahl. Nach 13 Jahren will Freisings amtierender Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher von der Freisinger Mitte (FSM) wie berichtet nicht mehr antreten.

Monika Schwind von der FSM möchte ihn gerne beerben. Bei der Aufstellungsversammlung am 26. Juni soll sie offiziell als Bürgermeisterkandidatin nominiert werden. Die anderen Parteien im Freisinger Stadtrat wissen also jetzt, mit wem sie es bei dieser Kommunalwahl bei der Freisinger Mitte zu tun haben werden. Die SZ hat nachgefragt, wie sie sich positionieren.

Bei der CSU gibt man sich erst einmal gelassen:  „Wir als CSU-Ortsverband Freising sehen uns nicht gedrängt von der Entscheidung von OB Eschenbacher, sofort und schnellstmöglich darauf zu reagieren“, antwortet der CSU-Ortsvorsitzende Jürgen Mieskes auf die entsprechende SZ-Anfrage. Und weiter: Man wolle den Entschluss von Herrn Eschenbacher, nicht mehr für das Amt kandidieren zu wollen, nutzen, um intern Gespräche im Vorstand zu führen und die Lage zu sondieren. Bis zum Herbst wolle die CSU diesbezüglich eine Entscheidung treffen und dann zu gegebener Zeit informieren.

Die SPD sei nach der Bundestagswahl direkt in die Vorbereitungen zur Kommunalwahl eingestiegen, informiert die Ortsvorsitzende Teresa Degelmann. Auch dort will man sich „zu gegebener Zeit zu Inhalten für die Kommunalwahl und der Frage der OB-Kandidatur äußern“ – unabhängig von den Zeitplänen anderer Parteien. Über Termine werde man natürlich frühzeitig informieren.

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Die Freisinger ÖDP denkt wohl ernsthaft darüber nach, einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin für die OB-Wahl in Freising zu stellen. Das kann man zumindest aus der Antwort von Emilia Kirner, der Ortsvorsitzenden schließen. „Die ÖDP ist seit rund 35 Jahren ununterbrochen im Freisinger Stadtrat vertreten, 18 Jahre davon in Fraktionsstärke. Mit vier OB-Kandidaturen konnten wir Ergebnisse bis zu 20 Prozent erzielen“, bilanziert sie stolz. Die ÖDP nehme aber die Absage von OB Tobias Eschenbacher – nach 13 Jahren guter Zusammenarbeit – mit Bedauern zur Kenntnis, sagt sie weiter. Über noch zu treffende Entscheidungen zur Kommunalwahl 2026 werde man ebenfalls rechtzeitig informieren. Weitere Details stünden bisher nicht fest.

Die Freien Wähler, so der Ortsvorsitzende Daniel Beck, seien von der Meldung über Herrn Oberbürgermeister Eschenbacher nicht überrascht. Nun hat die Gruppierung nach einer Klausurtagung den 29-jährigen Daniel Hubensteiner als designierten OB-Kandidaten gekürt.  „Ich habe erlebt, wie sich die Freien Wähler für Freising engagieren, pragmatisch denken und sich auch für die kleinen Belange der Bürger einsetzen“, begründet Hubensteiner, der auch aktueller Schriftführer bei den Freisinger Freien Wählern ist. „Diesen Politikstil möchte ich als Oberbürgermeisterkandidat verkörpern.“

Die Freisinger Freien Wähler haben sich während einer Klausurtagung auf Daniel Hubensteiner als Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt entschieden.
Die Freisinger Freien Wähler haben sich während einer Klausurtagung auf Daniel Hubensteiner als Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt entschieden. Privat

Am eindeutigsten äußern sich die Grünen in Freising. Sicher würden die Freisinger Grünen einen OB-Kandidierenden oder eine Kandierende aufstelle, erklärt Susanne Günther. „Als zweitstärkste Fraktion sind wir seit Jahrzehnten maßgeblich an der Gestaltung unserer Stadt beteiligt und wollen unser Ziel, Freising lebenswert zu erhalten, weiter engagiert voranbringen“, begründet sie das. Hierzu gehöre allen voran, der Kampf gegen eine Dritte Start- und Landebahn, den die Grünen seit Jahrzehnten aktiv begleiten und unterstützen würden. Die Vorbereitungen zur Aufstellung, zum Wahlprogramm und Terminen seien im Gange, stünden aber bisher nicht fest.

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