Freising:Klinikum sieht sich finanziell gut aufgestellt

Der Aufsichtsrat des Klinikums Freising hatte im Mai - vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kreisgremien - die einvernehmliche Auflösung des Geschäftsbesorgungsvertrages mit dem Klinikum rechts der Isar beschlossen. Diese Zustimmung hat der Kreistag des Landkreises Freising in seiner jüngsten Sitzung nunmehr einstimmig erteilt. Damit ändere sich aber nichts an den zahlreichen Kooperationen und der medizinisch-fachlichen Zusammenarbeit zwischen den Häusern, die beibehalten und noch intensiviert werden solle, heißt es in einer Pressemitteilung, die am Sonntag vom Büro des Landrats veröffentlicht worden ist.

2004 hatte der damalige Landrat Manfred Pointner den "Geschäftsbesorgungsvertrag" mit dem Klinikum rechts der Isar geschlossen. Der beinhaltete nicht nur eine enge Kooperation, sondern auch eine Vereinbarung, in dem sich das Münchner Klinikum verpflichtete, einen eigenen Geschäftsführer für das Freisinger Krankenhaus einzustellen. Dessen Honorar sollte wiederum vom diesem übernommen werden. Das soll sich nun ändern.

Im Mai 2021 sei das Klinikum rechts der Isar an den Freisinger Landrat Helmut Petz, mit der Bitte herangetreten, den zwischen dem Klinikum Freising und dem Klinikum rechts der Isar bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrag einvernehmlich aufzuheben, heißt es in der Presseerklärung weiter. Der Aufsichtsrat des Klinikums habe diesem Wunsch entsprochen, weil das Klinikum Freising auf der Grundlage der Arbeit der Task Force medizinstrategisch für die Zukunft gut gerüstet sei.

Von Seiten der Kreisgremien sei allerdings der Wunsch geäußert worden, Vorkehrungen für den Fall zu treffen, dass das Klinikum Freising wirtschaftlich nicht mehr aus eigener Kraft geführt werden könne. Der Kreistag habe den Vorsitzenden des Aufsichtsrats deshalb beauftragt, mit dem Klinikum rechts der Isar zu vereinbaren, dass das Klinikum Freising gegen eine jährliche Grundvergütung notfalls erneut eine Übernahme der Geschäftsführung durch das Klinikum rechts der Isar verlangen könne.

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