NachhaltigkeitKlimaschutzpreis für das Café Übrig

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Kein Lebensmittel soll verloren gehen. Aus dem Fairteiler im  Café Übrig  können Brote und andere Lebensmittel mitgenommen werden.
Kein Lebensmittel soll verloren gehen. Aus dem Fairteiler im  Café Übrig  können Brote und andere Lebensmittel mitgenommen werden. Marco Einfeldt

Das Freisinger Lokal gehört zu den vier Ausgezeichneten in Bayern. Mit dem Preisgeld möchten die Lebensmittelretter Mitarbeitende für Organisation und Öffentlichkeitsarbeit einstellen.

Von Gudrun Regelein, Freising

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Das Freisinger Café Übrig zählt zu den vier Preisträgern des bayerischen Klimaschutzpreises 2025.  Dieser wird an Initiativen vergeben, die sich in Bayern um den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Folgen des Klimawandels besonders verdient machen. Ausgewählt wurden die Preisträger – neben dem Café Übrig ein Immobilienunternehmen, eine Brauerei und ein Uni-Projekt zum Thema Starkregenereignisse – unter etwa 70 Bewerbern.

„Wir freuen uns riesig über diese Anerkennung“, sagt Vorstandsmitglied Caro Stanzl. Und natürlich auch über das Preisgeld: 15 000 des mit insgesamt 25 000 Euro dotierten Klimaschutzpreises gingen an die Lebensmittelretter in Freising. „Das hilft uns total, das können wir sehr gut gebrauchen“, sagt Stanzl. Für den Übrig-Verein ist es nicht der erste Preis: Er gewann 2023 den Tassilo-Sozialpreis der Süddeutschen Zeitung. Im selben Jahr belegte der Verein bei der Aktion „Gutes Beispiel“ des Rundfunksenders Bayern 2  den zweiten Platz.

Carolin Stanzl vom Vorstand des Übrig-Vereins in Freising.
Carolin Stanzl vom Vorstand des Übrig-Vereins in Freising. privat

Das Café und sein Bildungsangebot träfen auf eine große Resonanz. Das sei natürlich schön, sagt Stanzl. „Aber wir Ehrenamtliche stoßen allmählich auch an unsere Grenzen.“ Mit dem Preisgeld wolle man stundenweise Mitarbeiter für die Organisation und Öffentlichkeitsarbeit finanzieren, das würde eine große Erleichterung bedeuten. Mittlerweile zählt der Verein knapp 200 Mitglieder, erzählt Stanzl. Etwa 25 von ihnen bildeten den harten Kern, engagierten sich ehrenamtlich und übernähmen zum Beispiel eine Schicht im Café.

Das Café Übrig wurde 2021 in Freising eröffnet, es ist nach wie vor das erste und einzige Foodsharing-Café in Bayern und zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Aus geretteten Lebensmitteln, die bei Supermärkten oder Bäckereien abgeholt werden, kocht das Team kleine Gerichte oder backt Kuchen. Im Café findet sich auch ein sogenannter „Fairteiler“, über den Privatpersonen übrig gebliebene Lebensmittel teilen und mitnehmen können. „Spenden, was übrig bleibt, verwenden, was sonst weggeworfen wird“: Das ist das Motto des Vereins.

„Die Ressourcenwertschätzung ist unser großes Thema, die soll in die Mitte der Gesellschaft getragen werden“, erklärt Stanzl. Zentral gelegen, erreiche das Foodsharing-Café auch Menschen, die mit dem Thema Nachhaltigkeit bislang bisher nicht so viele Berührungspunkte hatten. Neben dem regulären Café-Betrieb finden dort regelmäßig Veranstaltungen, Stammtische und Vorträge rund um das Thema Lebensmittelrettung und -aufbereitung statt. Daneben spielt die Bildungsarbeit zusammen mit Schulen und Kindergärten eine wichtige Rolle.

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