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Freisinger Kino:"Eine Unterschrift fehlt noch"

Zumindest gute Luft ist dann garantiert: Am Dienstag sind im Rohbau des Kinos an den Schlüterhallen die Lüftungsanlagen an ihren Bestimmungsort gebracht worden.

(Foto: Marco Einfeldt)

Für das neue Lichtspielhaus an den Schlüterhallen könnte laut Bauleiter Josef Saller Junior bis Monatsende ein Betreiber feststehen. Ganz sicher ist er aber nicht.

Die Anzeichen verdichten sich, dass für das Kino in Freising bald ein Betreiber gefunden sein könnte. "Wir sind recht weit, wir warten eigentlich nur noch auf die Bestätigung", sagte Bauleiter Josef Saller Junior am Dienstag der Freisinger SZ. "Es fehlt noch an einer grundlegenden Unterschrift." Bis Monatsende solle sich ein möglicher Mieter entscheiden. "Aber das liegt nicht in meiner Hand", sagte Saller. Es gebe "mehrere Interessenten", so der Juniorchef der Weimarer Firma Saller.

Wie viele genau, das will er nicht öffentlich kommunizieren - um potenzielle Interessenten nicht unter Druck zu setzen, die sich womöglich abwendeten, wenn sie um die genaue Konkurrenzsituation Bescheid wüssten, erklärte er. "Wir hoffen natürlich, dass es funktioniert", sagte Saller. Noch in dieser, vielleicht auch erst in der kommenden Woche rechne er mit einer Entscheidung.

Derweil verlaufen die Bauarbeiten am neuen Kino in den Schlüterhallen nach Plan. "Beim Ausbau geht's gut voran", bestätigte Saller, der selbst am Dienstag vor Ort war, um sich ein Bild zu machen. Gerade sei man mit Fassadenarbeiten beschäftigt. "Wir machen jetzt alles, was baurechtlich möglich ist."

Saller äußerte sich weiterhin optimistisch, was einen baldigen Vertragsabschluss anbelangt. Er gab jedoch, mit Verweis auf die Entwicklungen im vergangenen Jahr, zu bedenken: "Das kann sich auch alles wieder ändern."

Denn erst im November hatte die für Herbst 2019 angekündigte Eröffnung bekanntlich abgesagt werden müssen. Der vorgesehene Betreiber, die Kinokette Cinestar, war vom Mietvertrag zurückgetreten, nachdem sich das Vorhaben immer wieder verschoben hatte. Zusammen mit der Firma Saller habe man entschieden, "das bereits bestehende Mietverhältnis für den geplanten Kinostandort in Freising nicht fortzuführen", wurde Cinestar-Geschäftsführer Oliver Fock damals vom Branchendienst Blickpunkt:Film zitiert. Dies sei in gegenseitigem Einvernehmen geschehen.

Investor Saller gehört nicht nur das Einkaufszentrum in den renovierten Schlüterhallen, sondern auch der vor gut einem Jahr in Betrieb gegangene Neubau nebenan, in dem sich Geschäfte und ein Fitnessstudio befinden. Die Genehmigung für diesen Neubau koppelte die Stadt seinerzeit an die Bedingung, dass dort ein Kino untergebracht werde.

© SZ vom 22.01.2020
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