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Freising:Junge Politiker für Wahlrecht ab 16

Vier Nachwuchsverbände fordern eine Absenkung

Die Jungen Liberalen, die Grüne Jugend, die Jusos und die Jungen Linken aus Freising fordern in einer gemeinsamen Presseerklärung von Politikern und ihren Vertretern in den Parlamenten, das Wahlrecht auf 16 Jahre zu senken. Die Grüne Jugend, schreibt Therese Rudolph, Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen in Freising, gehe sogar noch einen Schritt weiter und fordere das Wahlrecht für alle. "Wählen ist ein Menschenrecht nach Artikel 21 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte", stellen die jungen Grünen fest. Das Desinteresse einiger Erwachsener an demokratischen Wahlen zeigt ihrer Meinung nach, dass das aktive Wahlrecht nicht an Altersgrenzen gekoppelt werden sollte.

Die Jugendparteien erinnern in ihrer Presseerklärung daran, dass vor 50 Jahren das Wahlalter von 21 auf 18 Jahre gesenkt wurde. Weil junge Menschen in der Zukunft die Folgen der politischen Entscheidungen in der Gegenwart trügen, wie etwa bei der Renten- und Klimapolitik, sei es an der Zeit, für echte Mitbestimmung durch eine weitere Absenkung auf 16 Jahre zu sorgen. "In unseren Jugendparteien können wir alle beobachten, dass auch bereits unter 18-Jährige Interesse an Politik zeigen, sehr engagiert sind und gerne direkt mitbestimmen möchten", erklärt Juli-Vorsitzende Theresa Rudolph. "Besonders seit 'Fridays for Future' sind wir es den Jugendlichen schuldig, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen", ergänzt Michael Weindl von den Freisinger Jusos.

© SZ vom 13.08.2020 / beb

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