Für die Freisinger Innenstadt:Grüne fordern "umgehend" eine Fußgängerzone

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Für die Freisinger Innenstadt: Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten und kaum kontrolliert werden können, machen es nach Ansicht der Grünen erforderlich, in der Unteren Altstadt sofort eine Fußgängerzone auszuweisen.

Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten und kaum kontrolliert werden können, machen es nach Ansicht der Grünen erforderlich, in der Unteren Altstadt sofort eine Fußgängerzone auszuweisen.

(Foto: Marco Einfeldt/Marco Einfeldt)

Kaum ein Autofahrender halte sich an Regeln und das "führt die angedachte neue Aufenthaltsqualität ad absurdum", kritisieren die Grünen. Selbst der Marienplatz werde als Parkplatz und Durchfahrt genutzt. Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit seien nicht mehr gewährleistet.

Von Kerstin Vogel, Freising

Die Freisinger Grünen versuchen einmal mehr, die sofortige Einrichtung einer Fußgängerzone in der Innenstadt auf den Weg zu bringen. Gelten soll das "umgehend" für Untere Hauptstraße, General-von-Nagel-Straße und Heiliggeistgasse, wie es in einem Antrag der Fraktion an den Stadtrat heißt. Zudem sollten alle Vorbereitungen getroffen werden, auch die Obere Hauptstraße nach Fertigstellung zeitnah zur Fußgängerzone umzuwandeln. Mit diesem Antrag rütteln die Grünen an der geltenden Beschlusslage, nach der dieses Thema aktuell erst im Frühjahr kommenden Jahres wieder auf der Tagesordnung stünde.

Denn der Freisinger Stadtrat hatte sich zuletzt im März 2021 zwar mit knapper Mehrheit gegen die sofortige Einführung einer Fußgängerzone in der Innenstadt ausgesprochen. Im Unterschied zu früheren Abstimmungen war die in der Stadt seit gut 60 Jahren diskutierte Maßnahme aber nicht mehr rundweg abgelehnt worden. Stattdessen votierten die Stadträtinnen und Stadträte mit 21 zu 16 Stimmen für einen von Robert Weller (FW) gestellten Vertagungsantrag - um zwei Jahre.

Die Situation hat sich seit der jüngsten Debatte verschärft

Doch die Grünen wollen nicht mehr warten. Die verkehrliche Situation in der Unteren und Oberen Hauptstraße, der General-von Nagel-Straße und Heiliggeistgasse habe sich seit dieser Diskussion im Stadtrat deutlich verschärft, heißt es in der Begründung für den neuerlichen Antrag. Da sich derzeit "die Straßenführung, die Durchfahrtsregeln und Umfahrungen nahezu im Wochentakt ändern", halte sich kaum ein Autofahrender überhaupt an Regeln und das "führt die angedachte neue Aufenthaltsqualität ad absurdum". Auch sei durch die enorme Anzahl parkender Autos in keiner Weise mehr Barrierefreiheit gewährleistet. Selbst der Marienplatz werde als Parkplatz und Durchfahrt genutzt, die Verkehrssicherheit sei auch hier nicht mehr gewährleistet.

Als weiterer Punkt wird in dem Antrag die Überlastung des städtischen Ordnungsdienstes angeführt, der zudem nicht ausschließlich für die Innenstadt zuständig sei. Dem "Wildwuchs an Falschparkenden" sei deshalb nicht mehr Herr zu werden. Eine klare Regelung mittels Ausweisung einer Fußgängerzone böte hier Abhilfe: "Nur so schaffen wir es, dass Freising eine attraktive Innenstadt bekommt, die zum Flanieren und Verweilen einlädt und dies auch Menschen mit Behinderung ermöglicht", schreiben die Grünen weiter. Studien würden belegen, dass Fußgängerzonen zur Belebung der Innenstädte dienen, mehr Platz für Menschen und Begrünung, weniger Lärm, mehr Umsatz für Geschäfte, mehr Sicherheit im Verkehr und ein schöneres Straßenbild schaffen.

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