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Corona-Pandemie:Impftermin nach Priorität und Anmeldung

Die Alten- und Pflegeheime im Landkreis sind mittlerweile durchgeimpft.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der Landkreis hat die Kapazität im Impfzentrum erhöht, dazu sind schon sieben Hausärzte als "Satellitenzentrum" gemeldet.

Von Hanna Dittrich und Peter Becker, Freising

"Wann bin ich mit der Impfung an der Reihe?" Diese Frage stellen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger, auch im Landkreis Freising. In dem Impfzentrum des Landkreises in Freising wird stetig geimpft, damit so schnell wie möglich die Prioritäten abgearbeitet und die Menschen geschützt werden können. Fortschritte seien dabei bereits zu verzeichnen, gab Eva Zimmerhof, Pressesprecherin des Landratsamtes, an. Alle Alten- und Pflegeheime seien inzwischen durchgeimpft. Dafür benötigte es allerdings drei Durchgänge, da im ersten viele Pflegerinnen und Pfleger sich noch nicht hätten impfen lassen wollen. Dies wurde im zweiten und dritten Durchgang nachgeholt.

Die Reihenfolge der Impfungen von Personen der Prioritätsgruppe eins hänge von dem Eingang der Anmeldungen ab, so Zimmerhof. Dabei würden Mails und postalische Zusendungen im Wechsel einbezogen. Ob nach den Schul- und Kitaöffnungen demnächst Lehrer und Erzieher höher priorisiert werden, sei noch unklar und müsse auf Bundesebene entschieden werden. Noch befinden sich Lehrer und Erzieher in der Prioritätenliste drei.

Unterdessen gab Landrat Helmut Petz (FW) am Montag in der Sitzung des Kreisausschusses des Kreistags bekannt, dass im Landkreis per neuer Anordnung künftig 1500 Personen pro Tag ihre Anti-Coronaspritze erhalten sollen. Im Impfzentrum selbst sei ein Pensum von 500 Impfungen zu schaffen, sagte Tobias Diephold von der Abteilung für Öffentliche Ordnung und Sicherheit am Landratsamt. Dies ermöglicht ein beheiztes Zelt. In dem finden diejenigen Unterschlupf, die nach erhaltener Spritze noch eine halbe Stunde zur Beobachtung bleiben müssen. Dadurch wurden im Impfzentrum selbst Kapazitäten frei.

"Es ist fast ein bisschen ein Skandal, dass die sich finanziell nicht einigen können"

Weitere 1000 Impfungen sollen in "Satellitenzentren" im Landkreis, sprich Hausarztpraxen, erledigt werden. In der Fläche könne die angestrebte Zahl nicht anders erreicht werden. Sieben Ärzte hat der Landkreis schon als Partner gewonnen. Derzeit liefen wegen der Kosten Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung, sagte Landrat Petz. Karl Ecker (FW) hakte da ein: "Es ist fast ein bisschen ein Skandal, dass die sich finanziell nicht einigen können", kritisierte er angesichts der herrschenden Pandemie. Die Idee, auf die niedergelassenen Ärzte zurückzugreifen, findet er gut. Die seien am Ort und kennen ihre Patienten.

Diephold klagte, dass der Landkreis derzeit zu wenig Impfdosen erhalte. 3000 Stück seien gekommen, davon bestehe ein Drittel aus dem wenig akzeptierten Astra Zeneca. Es gebe wenig Bereitschaft unter jungen Pflegekräften und Ärzten, sich mit diesem Stoff impfen zu lassen. Dieser sei besser als sein Ruf, beteuerte Diephold. Weggeworfen werde nichts, sagte er. Um das zu vermeiden, würden Reservelisten erstellt, bei denen ebenfalls strikt nach Priorität vorgegangen werde. Zu diesem Zweck werde bei Hilfsorganisationen und der Polizei nachgefragt, wer sich impfen lassen wolle.

© SZ/nta
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