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Freising wächst:Erste Bauten im neuen Stadtquartier

Derzeit ist gegenüber dem Schlüterpark nur eine große Brache zu sehen. In ein paar Jahren sollen dort etwa 1500 Menschen ein neues Zuhause finden. Die ersten Häuser an der Angerstraße sind jetzt genehmigt.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der Planungsausschuss des Stadtrats genehmigt Anträge für zwei Gebäude an der Angerstraße. Im gesamten Viertel sollen einmal 1500 Menschen wohnen.

Es ist ein komplett neues Wohnviertel, das an der Freisinger Angerstraße, gut 1,5 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums entfernt, entstehen soll. Um die 650 Wohnungen werden hier in nicht all zu ferner Zukunft immerhin 1500 Menschen Platz bieten, neben Kindergärten sollen sie alle notwendigen Versorgungseinrichtungen in dem neuen Quartier vorfinden. Geplant ist unter anderem auch ein Verbrauchermarkt. Erste Bauanträge für die Wohnbebauung sind am Mittwochnachmittag im Bau- und Planungsausschuss des Stadtrats nun genehmigt worden.

Konkret ging es zunächst um 78 Wohnungen, die in drei Gebäuden mit drei, vier und fünf Geschossen an der Angerstraße entstehen sollen. Unterhalb der drei Bauten soll eine Tiefgarage 96 Autos Platz bieten, außerdem sind 174 Fahrradabstellplätze vorgesehen. Beantragt wurde neben dem Gebäude der Bau einer Wohnanlage, die neben 33 geförderten Wohnungen, eine integrierte Kindertagesstätte und Tiefgarage beinhaltet. Insgesamt müssen für dieses Bauvorhaben 37 Stellplätze für Autos und 86 Plätze für Fahrräder nachgewiesen werden.

Seit zehn Jahren redet man über die Bebauung der Angerstraße

Beiden Anträgen wurde ohne jede weitere Diskussion zugestimmt. Das ist wenig überraschend: Über die Bebauung der Angerstraße reden die Stadträte seit mehr als zehn Jahren, und sie sind sich in der Zielsetzung einig. Die Notwendigkeit zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum in der Stadt ist ebenso unbestritten wie die Absicht, dies lieber über eine Nachverdichtung innerhalb der Stadtgrenzen als durch neue Baugebiete außerhalb zu bewerkstelligen.

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Das Planungsgebiet ist mehr als acht Hektar groß und wird im Südosten durch die Bahnlinie München-Regensburg begrenzt, im Südwesten durch eine Wiese und die Gutenbergstraße, im Nordwesten durch die Frühlingsstraße und im Nordosten durch die Angerstraße selbst, über die auch die Anbindung an das Freisinger Straßennetz erfolgt. Südöstlich des neuen Wohngebietes liegt - allerdings jenseits der Bahnlinie - das Gewerbegebiet Isarauenpark mit dem Einkaufszentrum Schlüterhallen, das für Fußgänger und Radfahrer einmal durch eine Unterführung erreichbar werden soll.

Die Angerstraße soll von Nordosten her näher an die Gleise verlegt werden, um den Lärm von Straßen- und Bahnverkehr gewissermaßen zu bündeln. Zuletzt waren die Flächen an der Angerstraße vor allem gewerblich genutzt worden oder hatten brach gelegen, mittlerweile sind die Baufelder für das neue Wohnviertel weitgehend vorbereitet worden.

© SZ vom 23.01.2020/FPOL
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