ZeitgeschichteVortrag über jüdische Familien im Landkreis Freising

Der Politikwissenschaftler Guido Hoyer, hier ein Archivfoto von einer Veranstaltung 2023, spricht am 12. Februar in der Klosterbibliothek am Landratsamt über Judenverfolgung während der NS-Zeit in Freising.
Der Politikwissenschaftler Guido Hoyer, hier ein Archivfoto von einer Veranstaltung 2023, spricht am 12. Februar in der Klosterbibliothek am Landratsamt über Judenverfolgung während der NS-Zeit in Freising. Marco Einfeldt

Der Freisinger Stadtrat und Politikwissenschaftler Guido Hoyer stellt am 12. Februar sein neues Buch über die NS-Zeit vor.

Um den Landkreis Freising in der Zeit des Nationalsozialismus und um die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung geht es am Donnerstag, 12. Februar, bei einem Vortrag des Freisinger Stadtrates und Politikwissenschaftlers Guido Hoyer.

„Seit Ende des 19. Jahrhunderts waren Menschen jüdischen Glaubens im Landkreis Freising beheimatet und bauten sich hier eine Existenz auf“, heißt es in der Vorankündigung der Veranstalter. „Sie waren geachtete Mitglieder der Gesellschaft, aber auch schon früh mit antisemitischen Ressentiments konfrontiert. Mit der Machtübernahme der NSDAP 1933 begann ihre Verfolgung, die mit der Vertreibung aus Freising und Ermordung in den Vernichtungslagern endete.“ Nur wenige überlebten, ein Einziger, Alois Weiner aus Moosburg, kehrte in den Landkreis zurück.

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Guido Hoyer hat sich intensiv mit den NS-Verbrechen im Landkreis Freising auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist sein Buch „Verfemt – Verfolgt – Vernichtet“, das die Grundlage für seinen Vortrag „Jüdische Familien im Landkreis Freising, ihre Verfolgung und Ermordung in der NS-Zeit“ in der Klosterbibliothek am Landratsamt bildet.

Die Veranstaltung ist Teil des Vortragsprogrammes des Archäologischen Vereins Freising und der Kreisarchäologie und beginnt um  19 Uhr. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf der Homepage des Landkreises und des Archäologischen Vereins. Der Eintritt ist frei.

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