Weil die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen im Landkreis Freising derzeit nahezu erschöpft sind, wird das Landratsamt schon am kommenden Wochenende das Dachgeschoss des Stabsgebäudes an der General-von-Stein-Straße als Notunterkunft herrichten. BRK, Freiwillige Feuerwehren, Johanniter und das THW werden am Samstag, 2. Dezember, beim Aufbau der Betten helfen, wie das Landratsamt meldet.
Zudem habe der Freistaat Bayern angeboten, das aktuell leer stehende Studentenheim an der Giggenhauser Straße in Freising zu renovieren, um es voraussichtlich von April 2024 an als Flüchtlingsunterkunft nutzen zu können. Um die Bevölkerung möglichst frühzeitig über die Situation zu unterrichten, plane das Landratsamt in den kommenden Wochen Informationsveranstaltungen für die Anlieger beider Unterkünfte.
Turnhallen sollen nicht genutzt werden müssen
Die Regierung von Oberbayern weise dem Landkreis Freising aktuell alle 14 Tage circa 50 Schutzsuchende zu. Es sei nach wie vor das größte Anliegen, den sozialen Frieden im Landkreis zu wahren und insbesondere keine Turnhallen mehr für die Unterbringung zu nutzen, heißt es in der Mitteilung aus dem Landratsamt weiter. Schülerinnen und Schüler sowie Vereine sollen nicht wieder Einschränkungen durch die Belegung von Turnhallen erleiden müssen. Durch einen funktionierenden Sicherheitsdienst und eine engmaschige sozialpädagogische Betreuung habe die Behörde durchweg gute Erfahrungen mit den Flüchtlingsunterkünften gemacht.

