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FDP meldet Kandidatur:Jens Barschdorf will Freisinger OB werden

Jens Barschdorf, der Ortsvorsitzende der FDP, hat am Donnerstag seine Bewerbung um das Amt des Freisinger Oberbürgermeisters bekannt gegeben. Der Ortsvorstand schlägt ihn den Mitgliedern als Kandidaten vor.

(Foto: Marco Einfeldt)

Ortsvorsitzender soll im März 2020 für die Liberalen das Rathaus der Domstadt erobern. Die Entscheidung kommt nicht ganz überraschend.

Ganz überraschend kommt das nicht: Der Ortsvorsitzende der FDP, Jens Barschdorf, hat am Donnerstagnachmittag seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters im März 2020 bekannt gegeben. Der Ortsvorstand habe ihn dafür vorgeschlagen, heißt es in einer Mitteilung Barschdorfs, und: "Ich fühle mich geehrt, dass man mir diese Aufgabe zutraut."

In Freising seien in den vergangenen Jahren zwar viele Projekte angegangen worden, dabei sei aber zu wenig auf die Bürger und deren Bedürfnisse eingegangen worden, schreibt Barschdorf. Auch wenn in den vergangenen Jahren in den Schulstandort investiert und neue Kindergärten und Kindertagesstätten eingerichtet worden seien, so seien gleichzeitig die Gebühren für die Familien erhöht worden, bei denen beide Eltern ganztags arbeiten müssten. Zudem würden der Stadt so langsam die Bauflächen ausgehen. Hier brauche man ein echtes Gesamtkonzept, bei dem Wohnen und Gewerbe ineinandergreifen, so Barschdorf weiter. In der Innenstadt sei ein Umbau begonnen worden, der gerade bei den Anwohnern oft mit gemischten Gefühlen begleitet werde. Sei es das sehr einheitliche Pflaster, die geringe Begrünung oder die mangelnde Kanalisation insbesondere in der Heiliggeistgasse, hier müsse dringend nachgebessert werden, fordert Barschdorf: "Und das vor allem in Kooperation mit den direkt Betroffenen."

Als Oberbürgermeister wolle er sich dafür einsetzen, dass die Stadt viel stärker mit ihren Bürgerinnen und Bürgern zusammenarbeite und sich als echter Dienstleister verstehe, so Barschdorf. Dazu gehörten bessere Informationen aus dem Stadtrat, aber eben auch, "dass Bürgeranliegen höchste Priorität haben, statt sie als Bittsteller zu sehen".