Freisinger Schafhof:Spiel mit Licht und Schatten

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Freisinger Schafhof: Zipora Rafaelov bereitet ihre Ausstellung "Wolf und Lamm" im Europäischen Künstlerhaus Oberbayern im Schafhof vor.

Zipora Rafaelov bereitet ihre Ausstellung "Wolf und Lamm" im Europäischen Künstlerhaus Oberbayern im Schafhof vor.

(Foto: Bezirk Oberbayern/Wolfgang Englmaier)

Die israelische Künstlerin Zipora Rafaelov stellt von diesem Wochenende an ihre Scherenschnitte im Freisinger Schafhof aus. Sie basieren auf dem Alten Testament.

Von Peter Becker, Freising

"Wolf und Lamm" ist der Titel der Ausstellung, die von Samstag, 1. Oktober, bis Sonntag, 27. November, im Europäischen Künstlerhaus Oberbayern zu sehen ist. Dort im Schafhof stellt die israelische Künstlerin Zipora Rafaelov ihre Scherenschnitte aus. Für sie ist Licht ein wichtiger Bestandteil ihrer Kunst. "Scherenschnitte bieten durch ihre räumliche Präsentation ein eindrucksvolles Spiel mit Licht und Schatten", heißt es in der Ankündigung des Bezirks Oberbayern.

Die Künstlerin selbst sagt: "Licht ist Hoffnung." Sie beschäftigt sich mit Utopien und "einer friedlichen Balance aller Elemente". Dabei seien mögliche Konflikte und unvorhergesehene Entwicklungen stets mit angelegt. Für das Künstlerhaus im Schafhof hat Zipora Rafaelov eine Rauminstallation erarbeitet. Auf sieben fächerförmigen Flächen aus gespannten Schnüren seien zahlreiche Motive angebracht, deren Bildsprache aus Übergängen zwischen gegenständlicher und abstrakter Darstellung besteht, heißt es in der Ankündigung. Grundlage ist das Alte Testament. Zipora Rafaelov hat Jesaja 11:6 gewählt, der sich auf das kommende "Friedensreich" bezieht.

Aus den abstrakten Formen lösen sich Figuren, Tiere, Gesichter und Schriftzeichen

Auf den acht Meter langen Fächern gebe es viel zu entdecken, verspricht der Veranstalter. Bei genauer Betrachtung lösten sich aus den abstrakten Formen Figuren, Tiere, Gesichter und Schriftzeichen. Viele der Symbole seien in den sogenannten "Buchreligionen" - Glaubensrichtungen, die über eine "Heilige Schrift" verfügen - von gleicher Bedeutung. "So ist sieben, also die Zahl der Fächer, eine magische Zahl, die sich auch in den 147 Schnüren jedes Fächers widerspiegelt." Die verschiedenen Elemente der Installation spielten mit der Mehrdimensionalität.

Die Ausstellung beginnt am Freitag, 30. September, um 18 Uhr mit einer Vernissage. Ein Shuttletaxi holt die Besucherinnen und Besucher um 17.55 Uhr am Freisinger Bahnhof ab und fährt sie gegen 19.50 Uhr wieder dorthin zurück. Eintritt und Service sind kostenlos. Geöffnet ist die Ausstellung im Oktober von Dienstag bis Samstag von 14 bis 19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 19 Uhr. Im November ist sie unter der Woche von 14 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Am Sonntag, 23. Oktober, findet von 18 Uhr an ein Kunstgespräch statt. Für Interessierte wird am Dienstag, 25. Oktober, von 17 Uhr an eine Ausstellungsführung angeboten.

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