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Radverbindung zwischen Zolling und Freising:800 Meter bis zum Ziel

Geplant ist, in der Ortsdurchfahrt in Erlau einen Geh- und Radweg anzulegen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Nur ein kleines Stück Radweg fehlt zwischen der Brücke über den Kuhbach und Erlau. Das aber wäre enorm wichtig für den Rad- und Pendelverkehr zwischen Hallertau und Freising und somit auch für die Energiewende.

Von Peter Becker, Freising/Zolling

Acht Minuten dauert es künftig, bis ein Zollinger von seiner Gemeinde aus die Autobahn A 92 erreicht. Das schätzt Zollings Bürgermeister Helmut Priller (FW) für den Fall, dass die Nordostumfahrung Freisings demnächst in Betrieb geht. "Für den motorisierten Verkehr wird alles getan", fügt er bedauernd hinzu. Der Grund seiner Klage ist ein kleines Stück Radweg, das zwischen der Brücke über den Kuhbach und dem Ortsschild des kleinen Freisinger Ortsteils Erlau fehlt. Es sind nur etwa 800 Meter, die allerdings nach dem derzeitigen Stand der Dinge so schnell nicht gebaut werden sollen.

Hintergrund eines Treffens von Priller mit Bürgermeisterkollegen, Hans Hölzl von der Stadt Freising und Ortssprechern auf der Brücke über den Kuhbach war, dass im Zuge des Baus der Nordost-Umfahrung von Freising vom Staatlichen Bauamt ein Teilstück des Radwegs zwischen Erlau und Tüntenhausen gebaut wird. Initiiert hatte es der SPD-Kreisverband. Geplant ist, in der Ortsdurchfahrt in Erlau einen Geh- und Radweg anzulegen. Nach aktuellem Stand der Dinge, klagen die Kommunalpolitiker, sei es nicht vorgesehen, die Radwegelücken zwischen Erlau, das zur Stadt Freising gehört, und der Gemeindegrenze zu Zolling zu schließen. Auf dieser Seite endet dessen Verlauf am Kuhbachgraben. Überdies sei nicht geplant, die Lücke entlang der Amperleite zwischen Erlau und Tüntenhausen zu schließen. Dort endet bislang der Radweg von Freising her kommend. Diese Lückenschlüsse seien aber wichtig für den Rad- und Pendelverkehr zwischen der Hallertau und Freising und somit auch für die Energiewende.

Nach aktuellem Stand der Dinge, so klagen die Kommunalpolitiker, sei es aber nicht vorgesehen, die Radwegelücken zwischen Erlau, das zur Stadt Freising gehört, und der Gemeindegrenze zu Zolling zu schließen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der künftige Radweg durch Erlau endet beim Kriegelsteinhof. Von dort aus müssen Radfahrer ein Stück durch den Wald fahren, bis sie nach Tüntenhausen gelangen. Ein Radweg entlang der Amperleite hinauf nach Tüntenhausen wäre dann quasi das Sahnestück und würde die Radwegverbindung zwischen der Hallertau und Freising komplettieren.

Das Stück "wäre das Wichtigste"

Das Teilstück zwischen Kuhbachbrücke und Ortseingang von Erlau "wäre aber das Wichtigste", zog Peter Warlimont (SPD) einen Schluss aus den Ausführungen, die Priller zuvor gemacht hatte. Attenkirchens Bürgermeister Matthias Kern fügte hinzu, dass es sich dabei wohl um das gefährlichste Teilstück überhaupt handele. Diese Strecke bleibt Bundesstraße B 301, wird also nicht zur Kreisstraße abgestuft wie diejenige hinter dem Kreisverkehr, an dem gerade noch gebaut wird. Sie bleibt in Baulast des Staatlichen Bauamts. Angesichts der Tatsache, dass die Nordostumfahrung das Wohnen jenseits der Amper attraktiver macht und deshalb mit mehr Zuzug zu rechnen ist, fordert Kern: "Eine Lösung muss her."

Die erste Hürde auf diesem Weg ist der Grunderwerb. Die Verhandlungen mit den Eigentümern liegt dabei in den Händen von Priller. Die Gemeinde Zolling ist da am nächsten am Geschehen dran. "Wir kennen die Landwirte besser", sagte er. Eine mögliche Maßnahme, um den Radweg herzustellen, wäre das Instrument der Enteignung, wenn denn die Trasse planfestgestellt ist. Kern sagte, er sei auch gespannt, darauf, wie der künftige Radweg durch Tüntenhausen verlaufen solle. Dort geht es sehr eng zu. Doch wie gesagt, dieses Teilstück eines Radwegs von der Hallertau Richtung Freising wäre ja nur das Sahnestück.

© SZ/nta
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