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Christbäume in Freising:Erst festlicher Schmuck, dann Dünger

Ausgedienter Weihnachtsbaum

Seinen Weihnachtsbaum sollte man nicht einfach so am Straßenrand entsorgen. Als Dünger kann er noch gute Dienste tun.

(Foto: dpa)

Ausgediente Christbäume können in Freising am Wertstoffhof und bei der Firma Pellmeyer abgegeben werden. Dort werden sie kompostiert und landen schließlich als wertvoller Kompost in Gärten und auf Feldern.

Im Dezember wurde er gekauft, mit dem Auto oder zu Fuß nach Hause transportiert, festlich dekoriert mit Lichtern und bunten Kugeln. Mehrere Tage, sogar Wochen steht er da, dieser stille Begleiter der Weihnachtstage. Nun ist seine Zeit (fast) vorbei: Meistens wird der Christbaum nach dem Fest der Heiligen Drei Könige abgeschmückt und abgebaut. Häufig, zum Beispiel wenn er bei der Stadt abgegeben wird, landet er dann in der Kompostieranlage. Fünf Monate dauere die Kompostierung eines Christbaumes, erklärt Josef Pellmeyer von der Firma Entsorgungs- und Verwertungs GmbH in Eggertshofen. Danach sei er zu wertvollem Kompost geworden - und damit fertig für die Düngung von Gärten und in der Landwirtschaft.

Wichtig für die Kompostierung ist: Der Baum muss vom Weihnachtsschmuck befreit werden. Und zwar gründlich, denn Materialien wie Plastik, Metall, Glas oder andere Stoffe gehören nicht in die weitere Verwertungskette des Baumes und müssen separat entsorgt werden. Auch von dem einst sehr beliebten Lametta muss der Weihnachtsbaum komplett befreit werden.

Der Christbaumschmuck muss vor der Entsorgung komplett entfernt werden

In der Kompostieranlage werde er dann mithilfe einer Maschine geschreddert, gesiebt, umgesetzt, mehrmals durchmischt und wieder gesiebt, damit das Material auch ausreichend Luft bekomme, erläutert Josef Pellmeyer, der die einzige Kompostieranlage im Umkreis von Freising betreibt. Die ehemaligen Christbäume werden im Freien kompostiert, ungefähr fünf Monate dauert der ganze Prozess.

Noch bis zum 24. Januar kann man bei der Firma von Josef Pellmeyer in Eggertshofen 1 bei Pulling den Christbaum kostenfrei abgeben, möglich ist das zu folgenden Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr, samstags ist geschlossen.

Auch die Stadt Freising bietet wieder bis einschließlich Samstag, 25. Januar, eine kostenlose Christbaum-Annahme am Wertstoffhof an der Parkstraße 19 an. Die Christbäume können dort zu den gewohnten Öffnungszeiten des Wertstoffhofs abgegeben werden, also immer dienstags von 13 bis 19 Uhr, mittwochs und donnerstags von 13 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 13 Uhr.

Wer den Baum im eigenen Garten kompostieren will, soll ihn möglichst klein hacken

Natürlich kann man den Weihnachtsbaum auch ganz privat im eigenen Garten kompostieren. Dazu sollte man ihn allerdings möglichst klein hacken, denn sonst würden die holzigen Zweige und der Stamm einfach zu lange brauchen, bis sie einigermaßen zersetzt sind. Den dicken Stamm kann man übrigens auch trocknen und zum Beispiel beim nächsten Lagerfeuer verwenden.

Bevor der Weihnachtsbaum im Komposter landet, kann man ihn durchaus auch noch anderweitig nutzen. So eignen sich beispielsweise die Zweige perfekt, um Beete im Winter abzudecken, um sie vor Frost zu schützen.

© SZ vom 03.01.2020
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