Chorkonzert Zusammen für den guten Zweck

Auch der "Abseits"-Chor ist an diesem Abend zu hören.

(Foto: Marco Einfeldt)

Früher trat jeder für sich alleine auf - dann ist Verena Spanrad auf die Idee gekommen, ein Konzert mit mehreren Chören zu organisieren. Nun folgt die zweite Auflage von "FreiSing(t)".

Von Laura Dahmer, Freising

"Mein Mann und ich, wir haben uns gefragt, was es in Freising noch nicht gibt. Dann ist uns klar geworden: Ein Chorkonzert", erzählt Verena Spanrad. Prompt hat sie das in die Hand genommen. Spanrad ist die Ideengeberin und Hauptorganisatorin von "FreiSing(t) - Chormusik aus Freising für Freising", das diesen Samstag, 19 Uhr, stattfindet. Sechs Chorverbände werden bei dem Benefizkonzert im Camerloher-Gymnasium auftreten.

Das alles begann, als die Freisingerin dem Sitzungsrat der Bürgerstiftung Freising beitrat. "Ich bin da so reingerutscht, weil ich nicht ,nein' sagen kann", bemerkt Spanrad lachend. Bei der ersten Sitzung stellte sie fest, dass mehr Geld zusammenkommen muss. "Zu meinem 60. Geburtstag habe ich mir statt Geschenken Spenden für die Bürgerstiftung gewünscht und dabei gemerkt, dass kaum einer sie kennt." Spanrad nahm sich vor, die Stiftung bekannter zu machen und bekam die Idee für das Chorkonzert. "Ich habe Adressen der Freisinger Chöre gesammelt - was übrigens echt viele sind - und habe zu einem Treffen eingeladen", erzählt sie. Daraus erwuchs das erste "FreiSing(t)".

Eine Bereicherung für die Chöre

Das war so erfolgreich, dass die Zweitauflage quasi beschlossene Sache war. "Man hat gemerkt: Die Chöre wünschen sich schon lange so etwas", sagt Spanrad. Grundgedanke beim "FreiSing(t)" soll es sein, jedes Jahr andere Chöre in einem gemeinsamen Konzert zu präsentieren. Die Erlöse des Abends gehen dann an die Bürgerstiftung Freising. Für die Chöre sei es eine Bereicherung, sich zu treffen, sich gegenseitig zu erleben und auszutauschen, so Spanrad. "Jeder hat bisher immer sein eigenes Konzert gemacht, aber nie gab es ein gemeinsames."

Weil so viele an dem Benefizkonzert interessiert sind, wurde ausgelost, welche Chöre am Samstag auftreten. "Wir gucken dabei, dass es jedes Mal ein bunter Mix wird." Geworden sind es diesmal die "freysing larks" aus Lerchenfeld, mehrere Schulchöre der Realschule, der Verein 3klang, der Abseits-Chor, zwei Chöre aus der Pfarrei St. Jakob und der Gospelchor der Evangelischen Gemeinde Freising. Ein vorgegebenes Thema haben sie für ihr Programm nicht. "Vielleicht kommt das irgendwann mal. Jetzt aber darf jeder Chor singen, was er gut kann", erklärt Spanrad. Schön sei es schon, wenn sich das Projekt langfristig etabliert. Abgesehen von einem schönen Abend erhofft sich die Organisatorin am Samstag vor allem, dass eine ähnliche Summe zusammenkommt wie im vergangenen Jahr. Die betrug mehr als 4600 Euro. Möglich war das, weil alle Chöre unentgeltlich auftraten, der Landkreis als Schulträger keine Miete für die Camerloher-Aula verlangte und die Ausgaben für die erforderliche Technik extern von der FMG getragen wurden. Die Bäckereien Schweller und Geisenhofer verpflegten kostenfrei mit Brezen. In diesem Jahr werde das auch wieder so sein, sagt Spanrad.

Eine Art Familienprojekt

"FreiSing(t)" ist fast eine Art Familienprojekt der Spanrads: Moderation an dem Abend übernimmt, wie auch im vergangenen Jahr, Sohn Matthias, der sich außerdem um Plakat und Eintrittskarten gekümmert hat. Verena Spanrads Mann, Peter Spanrad, der stellvertretender Schulleiter am Camerloher-Gymnasium ist, hilft ebenfalls bei der Organisation mit. Die Ideengeberin ist jetzt aber froh, wenn es am Samstag endlich soweit ist und das Konzert stattfindet. "Es ist schon ganz schön anstrengend, ich mache das ja alles in meiner Freizeit", gesteht die Freisingerin. Viel Arbeit fließe dabei in das Projekt. "Deshalb bin ich froh, wenn abends alles getan ist und ich das Konzert genießen kann. Und auch, wenn dann erst mal eine chorlose Zeit kommt", sagt Verena Spanrad lachend.

Karten fürs das Benefizkonzert "FreiSing(t) - Chormusik aus Freising für Freising" gibt es bei Bücher Pustet, der Eintrittspreis von zehn Euro kommt vollständig der Arbeit der Bürgerstiftung zugute.