bedeckt München
vgwortpixel

Zum elften Mal:Tibet-Tage in Freising

Felix Möller und Patrick Ranz in München, 2018

Der Filmmusikkomponist und Regisseur Felix Möller (links) und der Kameramann Patrick Renz sind nach Tibet gereist und haben dort mit Schulkindern musiziert.

(Foto: Florian Peljak)

Die Regionalgruppe der Tibet-Initiative Deutschland veranstaltet zum elften Mal eine Woche rund um das von China annektierte Land. Auf dem Programm stehen Filme, Musik, Märchen, Informationen und Meditationen.

Diesen Herbst finden zum elften Mal die Tibet-Tage Freising statt. Von Mittwoch, 6. November, bis Dienstag, 3. Dezember, bietet die Regionalgruppe Freising der Tibet Initiative Deutschland eine Reihe an Veranstaltungen in Freising an, die sowohl kulturell, musikalisch, als auch politisch sind. Am Mittwoch, 6. November, liest Petra Port tibetische Märchen in der Stadtbibliothek vor. Am Sonntag, 10. November, hält Andreas Printz, Leiter der Tibetgruppe in Freising, einen kritischen Vortrag über die Kommunistische Partei Chinas. "Was die Partei in Tibet macht, ist kultureller Völkermord. Die Menschen aus Tibet dürfen ihre eigene Sprache nicht mehr in der Schule lernen, sondern nur noch Chinesisch. Außerdem dürfen sie ihre Religion nicht frei ausleben", äußerte sich Printz.

Am Sonntag, 17. November, wird eine Filmdokumentation von dem Komponisten Felix Möller und dem Filmemacher Patrick Ranz gezeigt. Die beiden reisten nach Tibet und gingen vor Ort an Schulen, um mit den Schulkindern zu musizieren. Der Komponist wird an dem Abend anwesend sein und auf dem Klavier begleiten. Am Samstag, 23. November, hält der Freisinger Tibet-Reiseleiter Ferl Schreyer einen Lichtbildvortrag über seinen Aufenthalt im Kyirong-Tal, dem sogenannten "Tal der Glückseligkeit". Am Freitag, 29. November, wird mit einer Yogalehrerin meditiert. Dabei werden Mantren angestimmt, die besonders beruhigend wirken sollen. Begleitet wird der Gesang mit der Gitarre.

Ferl Schreyer hält einen Lichtbildvortrag über seine Reise ins "Tal der Glückseligkeit"

Am Dienstag, 3. Dezember, wird im Furtnerbräu der Film "In The Name Of Confucius" ausgestrahlt. Dabei geht es um die Konfuzius-Institute, die es überall auf der Welt gibt. Laut Printz sind sie jedoch nicht das, was sie vorgeben zu sein, nämlich eine Art "Chinesischer Goethe-Institute", bei denen es hauptsächlich um die Sprache und die Kultur geht, sondern die Institute würden von China zur Spionage genutzt, sagt er. Die Regisseurin, die an dem Abend vor Ort sein wird, sei gebürtige Chinesin, soll jedoch nach Kanada ausgewandert sein und dem Chinesischen Regime sehr kritisch gegenüberstehen.

Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr, bis auf das Märchenlesen in der Stadtbibliothek, das um 15 Uhr beginnt. Außerdem finden alle Veranstaltungen in den Räumen der Hochschulgemeinde in der Hohenbachernstraße 9 in Freising statt, bis auf die Dokumentation, welche Im Furtnerbräu gezeigt wird, und das Märchenlesen in der Stadtbibliothek.

Die Tibet-Initiative Deutschland hat rund 3000 Mitglieder. In Freising gibt es die Regionalgruppe seit 2011. Ausschlaggebend waren für Printz die Olympischen Spiele 2008 in China. "Protestierende wurden von Chinesischen Schlägertrupps einfach niedergeprügelt. Da merkte ich, dagegen muss ich etwas tun", sagte er zu seinen Beweggründen, sich zu engagieren.