So hat der Landkreis Freising gewähltCSU gewinnt, AfD wird zweitstärkste Partei

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Freising hat gewählt. Hier ein Bild von einer Wahlurne in der Realschule an der Düwellstraße.
Freising hat gewählt. Hier ein Bild von einer Wahlurne in der Realschule an der Düwellstraße. Marco Einfeldt

Der Landkreis Freising hat gewählt: Die CSU verteidigt den ersten Platz und erzielt rund 37 Prozent der Zweitstimmen. Die AfD wird zweitstärkste Kraft mit rund 16 Prozent. In der Stadt Freising zeichnet sich ein anderes Bild ab: dort landet die Partei von Alice Weidel auf Platz vier.

Von Francesca Polistina, Freising

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Der Wahlkampf war kurz und intensiv, nun haben auch die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Freising gewählt. Nach der Auszählung der 239 Wahllokale geht die CSU als klarer Sieger hervor: Die Christdemokraten erhalten die meisten Zweitstimmen (rund 37 Prozent) und verzeichnen einen Zuwachs gegenüber der Bundestagswahl 2021 (plus sechs Prozentpunkte). Somit verteidigen sie wie erwartet ihre Hochburg.

Die AfD wird wie auch deutschlandweit zweitstärkste Kraft. Im Landkreis Freising bekommt sie 16 Prozent der Zweitstimmen. Bei der Bundestagswahl 2021 war die AfD im Landkreis Freising auf Platz fünf gelandet – nach CSU, Grüne, SPD, FDP und Freie Wähler. Diesmal bekommt die Partei von Alice Weidel deutlich mehr Stimmen (plus acht Prozentpunkte im Vergleich zur Bundestagswahl 2021).

Die Grünen landen auf Platz drei (14 Prozent), es folgen die SPD (elf Prozent), die Linke (sechs Prozent), die Freien Wähler (fünf Prozent), die FDP (knapp unter fünf Prozent) und BSW (drei Prozent).

In der Stadt Freising selbst zeichnet sich wie erwartet ein anderes Bild ab: die CSU gewinnt mit 30 Prozent, es folgen die Grünen (22 Prozent) und die SPD (13 Prozent). Die AfD landet hier auf Platz vier (elf Prozent).

Christian Moser bekommt die meisten Erststimmen

Am meisten Erststimmen auf Landkreiseben bekommt Christian Moser (CSU) mit rund 40 Prozent (Erich Irlstorfer hatte 2021 rund 33 Prozent bekommen). Der Abstand zum Erstunterlegenen, dem Grünen-Abgeordneten Leon Eckert (15,9 Prozent), ist mehr als deutlich. Knapp danach liegt Claus Staudhammer von der AfD (15,3 Prozent).

Ob der 35-jährige Jurist und Nebenerwerbslandwirt Moser, der auch Stadtrat und CSU-Fraktionsvorsitzender in Pfaffenhofen ist, für den Wahlkreis in den Bundestag einziehen wird, ist allerdings noch offen und wird nach Angaben des Landratsamtes voraussichtlich erst im Laufe des Montags, 24. Februar, feststehen. Moser sei aber „zuversichtlich“, sagt er der SZ. Durch das reformierte Wahlrecht ist nämlich die Zahl der Bundestagsabgeordneten gesunken und die Gewinner der Direktwahlkreise werden nicht mehr automatisch Mitglieder des Parlaments, sondern ihre Sitze müssen durch Zweitstimmen gedeckt werden.

Wahlberechtigt im Landkreis Freising waren 122 512 Personen. 86,5 Prozent davon haben sich an der Abstimmung beteiligt. 2021 waren es 82,1 Prozent gewesen.

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