Um Isar-Identität und Landflucht drehen sich zwei neue Ausstellungen im Schafhof in Freising, dem europäischen Kunstforum des Bezirks Oberbayern. Kunstschaffende aus Bayern und Litauen haben „Eine Fahne für die Isar“ als Kunstobjekt geschaffen. Die Österreicherin Margit Greinöcker und die Oberbayerin Gerlinde Miesenböck befassen sich fotografisch mit dem Thema Landflucht und Leerstand.
Die in Wolfratshausen lebende Künstlerin Patricija Gilytė stellt in Kooperation mit Ieva Šlekytė Gasiūnienė und Laura Pavilonytė-Ežerskienė eine mehrteilige Fahne für die Isar her. Die Fahne, die den Flusslauf symbolisiert, „beschäftigt sich im Spannungsfeld von Natur, Tradition und Technologie mit der Erforschung und dem Erhalt des Kulturraums Fluss“, heißt es in der Ankündigung. Das Kunstprojekt mache deutlich, wie ein Fluss Städte und ländliche Gebiete, Regionen und Staaten miteinander verbindet.

„Stadt – Land – Wandel“ lautet das Jahresthema des Schafhofs und der Titel der zweiten Ausstellung. Zu sehen sind fotografische Arbeiten von Margit Greinöcker und Gerlinde Miesenböck, die sich beide mit Landflucht und Leerstand auseinandersetzen. Die Künstlerinnen kommen zudem in einem Austauschprogramm des Kunstforums zusammen, leben und arbeiten vier Wochen in den Wohnateliers des Schafhofs.
Die Ausstellungen im Schafhof sind bis 14. September bei freiem Eintritt jeweils Dienstag bis Samstag von 14 bis 19 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

