Freising:Aus für den Rufbus

Lesezeit: 1 min

Als Ersatz für das teure Angebot plant der Landkreis ein neues "On demand"-Konzept

"Der Rufbus stirbt." Das war die unerfreuliche Nachricht, die Landrat Helmut Petz (FW) in der Sitzung des Planungsausschusses des Kreistags bekannt gab. Gemeint ist der Partybus, der in Vor-Coronazeiten Jugendliche zu Veranstaltungen beförderte. Die Idee sei richtig gewesen, der Unterhalt aber zu teuer. Der Rufbus soll aber in neuer Form wieder auferstehen. "Das Verkehrsmittel soll zu den Menschen kommen", postulierte Petz. Diese sollen nur mehr ein paar Meter zu einer Haltestelle zurücklegen müssen. "On demand" ist das Stichwort, unter dem der Landkreis mit dem Münchner Verkehrsverbund (MVV) ein flächendeckendes Konzept erarbeitet. Die Kreisräte nahmen diese Information zur Kenntnis.

Mit im Boot ist dabei der Seniorenbeirat, der ein altersgerechtes Angebot für ältere Menschen schaffen will. Susanne Hoyer (FW) verwies auf ein Angebot aus Murnau, das jüngst in der Ile Kulturraum Ampertal vorgeschlagen worden war. Georg Krojer (FW) beschrieb ein System, das die Kommunen in der Verwaltungsgemeinschaft Mauern erarbeiten, um die ländlichen Gemeinden besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden. Darum geht es in der Hauptsache: die Orte im Landkreis, die nicht an einer Bundesstraße oder einer Eisenbahnlinie liegen, zu integrieren.

Um die vielen Aufgaben bewältigen zu können, genehmigte der Planungsausschuss der Straßenverkehrsbehörde im Landkreis eine zusätzliche Halbtagsstelle beim MVV. Je nach Qualifikation der einzustellenden Person kostet dies zwischen 32 500 und 42 500 Euro pro Jahr. Dem Kreistag empfiehlt der Planungsausschuss, vom 10. Dezember 2023 an eine Buslinie von Moosburg nach Thann im Landkreis Landshut für die Dauer von sechs Jahren in Betrieb zu nehmen. Die Kosten für diesen Zeitraum betragen für den Landkreis bis zu 1,4 Millionen Euro.

Eine "Erfolgsgeschichte" ist laut Petz der Freizeitbus, der Freising mit der Hallertau verbindet. Deshalb wird die Linie vorerst bis zum Jahr 2024 weitergeführt. Zusätzlich soll die Verwaltung prüfen, wo im Landkreis weitere Haltestellen eingerichtet werden können.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB