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Flughafen München:Neun Koffer voll mit Fälschungen

Zoll überführt zwei Reisende aus der Türkei der Produktpiraterie

Flughafen - Schon bei der Durchsuchung des ersten der neun Koffer zweier aus der Türkei kommender Frauen ist einem Zollbeamten am Flughafen aufgefallen, wie viele Taschen, T-Shirts und Accessoires namhafter Marken die beiden Frauen mit sich führten. Nach genauer Betrachtung wurde den Beamten klar, dass es sich um Fälschungen handelte. In den anderen acht Gepäckstücken entdeckten sie weitere Fälschungen, die alle sichergestellt wurden.

"Hätte es sich bei den Gegenständen um Originalware gehandelt, läge der Wert bei knapp 130 000 Euro", schrieb die Sprecherin des Hauptzollamts München in der Pressemitteilung. Ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung und Verstoß gegen das Markengesetz ist eingeleitet. Aus gegebenen Anlass verdeutlicht das Zollamt einmal mehr: Markenpiraterie ist das illegale Verwenden von Markennamen, Logos und Zeichen. In Europa wird Markenpiraterie nicht nur wegen des wirtschaftlichen Schadens für die regulären Hersteller verfolgt. Aufgrund der meist minderwertigen Qualität stellen gefälschte Produkte auch häufig eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Im Arzneimittelbereich kann ein fehlender oder falsch dosierter Wirkstoff sogar fatale Folgen haben.

© SZ vom 22.02.2020
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