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Flughafen:Tipps von Berufsberaterin "Josie Pepper"

Auch die Feuerwehr ist bei der "Berufsfit" am Flughafen präsent und informiert über Ausbildungsmöglichkeiten.

(Foto: Lukas Barth)

Robotermädchen ist eine der Attraktionen der Messe "Berufsfit", umlagert ist auch der Stand der Polizei.

Die Berufsorientierungsmesse "Berufsfit" überrascht diesmal mit Robotermädchen "Josie Pepper", welches alle Fragen zu Ausbildungsberufen des Flughafenkonzerns beantwortet. Die Messe am Flughafen, die bereits zum elften Mal stattfindet, bietet Schülern die Chance, verschiedene Branchen in der Region kennenzulernen und stellt eine Plattform dar, um einen passenden Ausbildungsplatz oder Studiengang zu finden. Bis Samstag, 12. Oktober, sind die Türen täglich von neun bis 15 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Am ersten Tag haben viele Klassen die Veranstaltung für einen Ausflug genutzt. Viele der Schüler führten Interviews an verschiedenen Ständen und machten sich Notizen, die später im Unterricht besprochen werden sollen. So auch die Realschülerinnen Jenny und Hanna aus der neunten Klasse, die schon um 10.30 Uhr nach dem Besuch mehrerer Stände mit vollgepackten Taschen über den roten Teppich der Winterdiensthalle liefen. "Ich will Berufe kennenlernen, einen Überblick bekommen und herausfinden, was ich später machen möchte und was nicht", sagte Jenny. Begeistert hat sie das Angebot der Polizei, da beide in ihrer Freizeit reiten und sich vorstellen können, in der Hunde- oder Pferdestaffel tätig zu sein.

12 000 bewerben sich jährlich bei der Polizei - 1800 werden übernommen

Bei der bayerischen Polizei gibt es über 200 verschiedene Spezialisierungen, das Interesse der Jugendlichen ist sehr groß. Am Stand der Polizei erfuhr man auch, dass jährlich ungefähr 12 000 Bewerbungen eingingen. Nur etwa 1800 könnten übernommen werden, die übrigen scheitern aufgrund von Vorstrafen, der vorgegebenen Mindestgröße oder am Eignungstest.

Direkt am Eingang der "Berufsfit" befindet sich eine Info- und Kommunikationsinsel sowie eine Bühne, auf der Vorträge zu verschiedenen Themen gehalten werden. Auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern stellen mehr als 70 Ausbildungsbetriebe, Innungen, Institutionen, aber auch allgemein- und berufsbildende Schulen und Hochschulen über 60 verschiedene Studien- sowie über 150 verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten vor.

Am Stand der Maler- und Lackierer-Innung Freising-Erding standen am Donnerstag viele interessierte Jugendliche, die Schablonen ausmalen. Obermeister Jürgen Beil will auf der Messe Begeisterung für das vielseitige Handwerk wecken. Das größte Problem ist der stark schwindende Nachwuchs. "Dieses Jahr sind es nur sechs Lehrlinge im Landkreis Freising und Erding. Im Vergleich dazu waren es vor zirka 40 Jahren, als ich meine Ausbildung machte, noch etwa 45 bis 50, obwohl es damals weniger Einwohner gab. Das ist schockierend", erzählte er. Das Handwerk biete unzählige Möglichkeiten, sich auf kreative Art und Weise zu verwirklichen, sich selbständig zu machen oder in einem Unternehmen als Meister zu arbeiten, so Beil.

Die Messe ist noch bis Samstag geöffnet

Auch in diesem Jahr werden auf der "Berufsfit" etwa 8000 Besucher erwartet. Der Andrang ist groß. Vormittags sind viele Schulklassen in der Halle. Am Nachmittag und am Samstag kommen vermehrt Eltern mit ihren Kindern, um sich zu informieren oder auch zu direkt bei einem Ausbildungsplatz zu bewerben.

Die Messe "Berufsfit" findet noch bis Samstag in der Winterdiensthalle am Flughafen, Nordallee 30, statt. Geöffnet ist sie täglich von 9 bis 15 Uhr.

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