Festwirt ist zufrieden Neufahrner Volksfest ist "gut gelaufen"

Zwei Schläge hatte der Neufahrner Bürgermeister Franz Heilmeier beim Anstich am vergangenen Mittwoch gebraucht. Festwirt Andreas Widmann zieht für das Volksfest eine positive Bilanz.

(Foto: Marco Einfeldt)

Neufahrner Volksfestbesucher trotzen dem kühlen Wetter.

Von Birgit Grundner, Neufahrn

Mit einem Musikfeuerwerk ist das Neufahrner Volksfest in der Nacht zum Montag zu Ende gegangen. Schon Stunden vorher zog Festwirt Andreas Widmann eine positive Bilanz: Man habe den Umsatz erneut steigern können, stellte er fest, auch für die Schausteller sei es "sehr gut" gelaufen. Während die Besucher teils mit den niedrigen Temperaturen beim ersten Volksfest 2019 im Landkreis haderten, sieht der Festwirt in dem frühen Termin kein größeres Problem. "Gegen die Kälte kann man sich was anziehen", sagte er. Dass das Fest zu einer Zeit stattfinde, in der es keine große Konkurrenz durch andere Veranstaltungen gebe, sei auf jeden Fall von Vorteil. Den Aufbau des Biergartens hätte man sich heuer allerdings "sparen können", räumte Widmann an.

Dass das Volksfest jedenfalls einen festen Platz im Terminkalender der Neufahrner hat, zeigte sich am Eröffnungstag: Mehr als 2000 Teilnehmer gingen beim Umzug mit. Auch der Kindernachmittag "läuft in Neufahrn immer sehr gut", sagte Widmann. Dazu beigetragen hätten sicher die bevorstehenden Ferien, vermutet der Festwirt. Gleiches gelte wohl für den Abend mit "Dolce Vita". Das Zelt mit seinen 2000 Plätzen war jedenfalls voll.

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Die Polizei spricht von einem "arbeitsintensiven Volksfest"

Fast 1500 Besucher wurden beim Seniorennachmittag gezählt, zu dem die Gemeinde wieder Bürger von 70 Jahren aufwärts eingeladen hatte. Zuletzt war aus Platzgründen und wegen der Bevölkerungsentwicklung über eine Anhebung des Mindestalters nachgedacht worden. "Aber ein oder zwei Jahre können wir es schon noch so wie bisher machen", sagt Nicole Dobner von der Gemeinde. Eine Besonderheit in Neufahrn ist der Countryabend am Freitag, der sich immer besser etabliert. Viele Line-Dance-Gruppen seien zum Tanzen gekommen, hat Widmann beobachtet. Andere Besucher schätzten es, dass die Country-Musik nicht so laut war.

Richtig was los war am Samstag: Die einen kamen zum Schafkopfturnier. Andere nutzten das schöne Wetter für einen spontanen Ausflug. Und abends strömten die jungen Leute zum zweiten Abend mit einer Partyband ("Nachtsstark"). Der Sonntagsfrühschoppen mit "Schotterblosn" erwies sich einmal mehr als zugkräftig.

Die Neufahrner Polizei spricht von einem "arbeitsintensiven Volksfest". Am meisten zu tun hatten die Beamten Donnerstagnacht, als es zu einer größeren Schlägerei kam. Der Verdacht, dass dabei mit einer Schreckschusspistole geschossen wurde, hat sich laut Polizei aber bisher nicht erhärtet. Zwei rabiate junge Männer mussten Samstagnacht getrennt werden, der eine der beiden hatte da bereits eine Platzwunde erlitten. Am Wochenende wurde ein Ausstellungsfahrzeug des Autohauses gegenüber dem Festplatz beschädigt. Jemand war offenbar auf das Auto gestiegen und hatte die Scheibe mutwillig eingetreten.