FDP im Landkreis Freising:Favorit der Jugend

FDP im Landkreis Freising: Eva-Maria Schmidt, Direktkandidatin der FDP im Wahlkreis Freising, freut sich über ein "sattes Ergebnis".

Eva-Maria Schmidt, Direktkandidatin der FDP im Wahlkreis Freising, freut sich über ein "sattes Ergebnis".

(Foto: Marco Einfeldt)

Laut Infratest liegt die FDP in der Gunst der Erstwähler vorne. Direktkandidatin Eva-Maria Schmidt freut sich über ein "sattes Ergebnis"

Von Pia Schiffer, Freising

Die Euphorie und der Jubel bei der FDP am Sonntagabend waren groß. 11,5 Prozent - der Traum der Liberalen ist wahr geworden. Zum ersten Mal wurden bei zwei aufeinanderfolgenden Bundestagswahlen zweistellige Prozentzahlen erreicht. "Die FDP hat eines ihrer besten Wahlergebnisse ihrer Geschichte erzielt", lautete das Statement von Parteivorsitzendem Christian Lindner.

Eva-Maria Schmidt, Direktkandidatin der FDP für den Wahlkreis Freising, freute sich sehr über ein "sattes Ergebnis, das auf soliden Füßen steht". Das Ergebnis sei die beste Voraussetzung für die nun bevorstehenden Koalitionsverhandlungen, sagte sie. Auch FDP-Kreisrat Tobias Weiskopf betonte den positiven Ausgang der Wahl für die FDP: "Wir freuen uns riesig über den Zuspruch und den Zuwachs, den wir bei der Bundestagswahl erhalten haben und sind bereit, in der Regierung mitzuwirken."

Dass die FDP künftig in einer Drei-Parteien-Koalition einen Teil der Regierung stellen wird, steht inzwischen nahezu außer Frage. Die Frage, die bleibt, ist jedoch, welche Koalition entstehen wird. Ebenso wie Lindner oder andere FDP-Spitzenkandidaten äußern sich auch die Freisinger FDP-Stimmen dazu sehr verhalten. "Wir bevorzugen die Koalition, die die Bedürfnisse von unserer Partei und damit unseren Wählerinnen und Wählern am stärksten berücksichtigen kann. Welche Koalition das sein wird, wird sich erst bei den kommenden Verhandlungen zeigen. Letztendlich zählen für uns allein die Inhalte, auf die man sich einigt", erklärte Kreisrat Tobias Weiskopf vage. Es müsse sich grundlegend etwas verändern, das sei das oberste Ziel. Das könne sowohl mit Jamaika als auch der Ampel gelingen, betont auch Eva-Maria Schmidt.

Zusätzlich zu der Zuversicht, dass die FDP zukünftig Teil der Regierungskoalition sein wird, verbuchen die Liberalen aber auch einen weiteren großen Erfolg bei der Bundestagswahl. Laut einer Wahlanalyse von Infratest dimap für die ARD ist die FDP bei Erstwählern die erfolgreichste Partei. Mit 23 Prozent erhielten sie knapp vor den Grünen mit 22 Prozent die meisten Stimmen. "Der Erfolg bei den Erstwählern freut uns natürlich sehr. Es zeigt auch noch einmal, dass wir auf die richtigen Themen gesetzt haben: Digitalisierung und Innovation bei gleichzeitiger Beachtung des Klimaschutzes", erklärte dazu Jens Barschdorf, Vorsitzender der FDP Freising.

Auch auf lokaler Ebene habe man sich bei Aktionen wie "Pizza, Beer and Politics" den Wünschen, Sorgen und Hoffnungen der Jugend angenommen und solche Treffen genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen, so Schmidt.

Für den Wahlkreis habe sie sich insgesamt ein zweistelliges Ergebnis bei den Erststimmen und ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis über den bayrischen Gesamtwerten bei den Zweitstimmen erhofft. Dies sei letztendlich zwar mit 7,9 Prozent Erststimmen und 11,6 Prozent Zweitstimmen im Landkreis Freising nicht eingetreten, dennoch könne man mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden sein, sagte sie. "Wir haben eine große Bandbreite an Erststimmen erhalten - in manchen Wahlbezirken zwar nur knappe fünf Prozent wie in Au oder Rudelzhausen, dafür in anderen Gemeinden, wie Hallbergmoos, über zwölf Prozent."

Insgesamt habe man sich auch in Freising verbessert, resümierte Barschdorf. Dass man sich bei den Erststimmen um fast 0,8 Prozent zugelegt habe, sei auch dem mit großem Einsatz geführten Wahlkampf vor Ort zu verdanken. Dieser Ansicht schloss sich auch Kreisrat Tobias Weiskopf an: "Es hat sich gezeigt, dass es das Wichtigste ist, lokale Themen ernst zu nehmen und für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort immer ansprechbar zu sein. Das wird auch in Zukunft immer wichtiger Bestandteil unserer Arbeit bleiben", erklärte er.

© SZ vom 28.09.2021
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