FamilienstützpunktHilfe für Eltern in allen Lebenslagen

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Angebote wünschen sich werdende Eltern, das zeigte eine Umfrage, vor allem zu den Themen Erziehung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch hier soll der Familienstützpunkt helfen.
Angebote wünschen sich werdende Eltern, das zeigte eine Umfrage, vor allem zu den Themen Erziehung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch hier soll der Familienstützpunkt helfen. (Foto: Imago)

Im Landkreis Freising leben etwa 31 400 Kinder. Die Geburtenzahlen sind in den vergangenen Jahren nahezu stetig gestiegen. Es gibt immer mehr Familien — die sollen mehr Unterstützung bekommen

Von Petra Schnirch

In sieben Kommunen will der Landkreis Freising sogenannte Familienstützpunkte als wohnortnahe Anlauf- und Kontaktstellen einrichten. Eltern sollen dort Unterstützung erhalten und können sich beraten lassen. Auch familienbildende Angebote gehören zum Aufgabenspektrum. Im Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat das Vorhaben nun eine wichtige Hürde genommen. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, die weiteren Schritte einzuleiten. Als Zuschuss für Gemeinden oder Träger sollen im Haushalt des Landkreises 55 000 Euro im Jahr eingeplant werden.

Die Schaffung der Familienstützpunkte ist Teil eines Konzepts der Koordinierungsstelle für Familienbildung, die im Juli 2019 am Landratsamt geschaffen wurde. In den ersten beiden Jahren erstellte das Team eine Bestands- und Bedarfserhebung, die Adina Leeb den Ausschussmitgliedern präsentierte. Dies ist Voraussetzung für die weitere Förderung der Stelle durch das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Auch ein erstes Maßnahmenpaket gehört zum Konzept.

Im Landkreis Freising leben laut der Ergebung etwa 31 400 Kinder. Die Geburtenzahlen sind in den vergangenen Jahren nahezu stetig gestiegen, 2018 kamen 1867 Kinder zur Welt. Bis 2038 wird die Bevölkerung laut Prognose um weitere 13 500 Personen steigen, der Anteil der unter 19-Jährigen dürfte bei etwa 1300 liegen. Die Zahl der Familien mit Kindern im Landkreis wird also wachsen.

Angebote wünschen sich werdende Eltern, das zeigte eine Umfrage, vor allem zu den Themen Erziehung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Besonders stark nutzen sie bereits Kurse zu Schwangerschaft und Geburt. Die überwiegende Zahl will Veranstaltungen zur Familienbildung vor allem in der eigenen oder einer nahe gelegenen Kommune nutzen. Diesem Anliegen sollen die geplanten Familienstützpunkte gerecht werden.

Angegliedert werden sollen diese an eine Einrichtung der Eltern- und Familienbildung, die Betreuung erfolgt durch Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Voraussetzung sind geeignete Räumlichkeiten. Geschaffen werden sollen sie in Kommunen, die daran Interesse zeigen, wie es in der Präsentation von Adina Leeb hieß. Die einzelnen Gemeinden sichern die anteilige Übernahme der Personalkosten sowie der Sachkosten. Mit ihnen gemeinsam soll nun überlegt werden, welche Träger für die jeweiligen Stützpunkte in Frage kommen.

Außerdem soll ein Netzwerk aller Akteure der Familienbildung im Landkreis Freising entstehen. Dazu wird voraussichtlich 2022 eine Auftaktveranstaltung stattfinden. Auch eine gemeinsam Plattform soll entstehen, beispielsweise eine Familien-App. Die bayerische Staatsregierung hat das Konzept der Koordinierungsstelle für Familienbildung erst vor kurzem abgesegnet.

© SZ vom 10.02.2022 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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