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Erste Schätzung:Umbau der Vöttinger Schule soll 32,5 Millionen Euro kosten

Eine neue Doppelturnhalle, drei zusätzliche Klassenzimmer und ein großer Ganztagsbereich gehören zum Projekt Erweiterung- und Sanierung der Grundschule Vötting.

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Grundschule Vötting soll erweitert und saniert werden, im Kulturausschuss ist jetzt erstmals eine grobe Kostenschätzung genannt worden. Die Stadt Freising ist von der aktuellen Entwicklung überholt worden.

"Ein nicht zu vernachlässigendes Projekt", nennt Robert Naujokat von der Stadtverwaltung die geplante Erweiterung und Sanierung der Grundschule Vötting. Welche Dimensionen das angenommen hat, ist den Mitgliedern des Kulturausschusses klar geworden, als ihnen am Dienstag erstmals eine grobe Kostenschätzung genannt wurde. Die liegt bei 32,5 Millionen Euro. Damit ist die Erweiterung der Grundschule Vötting nach den Schulen im Steinpark (knapp 70 Millionen Euro) das zweitgrößte Schulprojekt der Stadt.

Bei der Grundschule Vötting ist die Stadt Freising von der aktuellen Entwicklung überholt worden. Schon im Dezember 2016 war die Erweiterung des Gebäudes mit dem Neubau der Turnhalle beschlossen worden. Für diesen Ausbau wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, die jedoch überarbeitet wurde, weil man einfach mehr Platz braucht. Das liegt zum einen an neuen Vorgaben der Regierung von Oberbayern zum Raumbedarf, zum anderen an dem neuen Baugebiet Angerstraße West. Damit habe sich die Prognose für den Bevölkerungszuwachs in diesem Schulsprengel noch einmal erhöht.

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Die Vöttinger Grundschule bedarf dringend einer Erweiterung. Das liegt zum einen an Vorgaben der Regierung, zum anderen am neuen Baugebiet Angerstraße West. Benötigt werden mehr Klassenzimmer und eine Zweifachturnhalle.   Von Birgit Goormann-Prugger

Die Schule plant schon für den Fall, dass die dritte Startbahn kommt

Geplant sind der Abbruch der Turnhalle und der Aula, der Neubau einer Doppelturnhalle, die Schaffung mehrerer Unterrichtsräume und Fachräume in Cluster-Anordnung inklusive einer Aula und eines Küchen- und Speisebereichs, die Schaffung eines Ganztagsbereichs sowie die Sanierung des bestehenden Gebäudes. Wenn alles fertig ist, gibt es statt der jetzt 13 dann 16 Klassenzimmer sowie einen Ganztagsbereich der zehn Gruppen aufnehmen kann. Nachgedacht wird auch über eine optionale Ausbaustufe auf 18 Klassenzimmer für den Fall, dass der Schulstandort Pulling nach dem Bau einer dritten Startbahn aufgelöst werden müsste. Zunächst soll laut Naujokat jedoch untersucht werden, was wirtschaftlicher ist: Die Ausbaustufe gleich zusammen mit der Hauptmaßnahme umzusetzen - oder zu einem noch nicht bekannten Zeitpunkt in der Zukunft.

Alle Baumaßnahmen sollen während des laufenden Schulbetriebs erledigt werden. Dafür will man erst die bestehende Aula und die Einfachturnhalle abreißen. Sobald der Erweiterungsbau fertig ist, können die Vöttinger Schüler dorthin umziehen. Dann kann mit der Sanierung des Bestandsgebäudes begonnen werden. Bis die neue Doppelturnhalle fertig ist, soll für den Sportunterricht während der Bauphase eine "Interimsturnhalle" in Leichtbauweise errichtet werden. Die werde später wieder abgebaut, so Naujokat.

Jetzt muss in einem vorgeschriebenen Vergabeverfahren zunächst noch ein Planungsteam gefunden und beauftragt werden. Ein endgültiger Projektbeschluss wäre laut Verwaltung im Sommer 2020 möglich, Baubeginn dann Mitte 2021. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von 27 Monaten. Im Jahr 2023 könnte alles fertig sein. Ob es bis dahin bei den prognostizierten Kosten in Höhe von 32,5 Millionen Euro bleibt, ist aber ungewiss. Eventuelle Risiken wie Altlasten im Baugrund, längere Frost- oder Winterperioden, Unwetter oder Firmeninsolvenzen, die den Bauablauf stören könnten, sind nämlich noch nicht mit eingerechnet.