Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und die AOK Bayern planen einige gemeinsame Projekte, Schwerpunkt ist die Unterstützung von Studierenden und Food-Start-ups. Vor wenigen Tagen haben sie die Kooperation schriftlich besiegelt. Im Fokus stehen die Bereiche Ernährung, Gesundheit, Bewegung und Natur, vor allem im Forschungs- und Innovationsumfeld. Herzstück ist die Einrichtung des "AOK Digital Lecture Lab" mit etwa 15 Co-Working-Spaces sowie Besprechungsräumen.
Unterstützen wollen sich Hochschule und AOK insbesondere bei Themen rund um die Nachhaltigkeit in der Ernährung und im Naturraum, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Kooperieren wollen die beiden Partner in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Innovation und auch beim Wissenstransfer in die Gesellschaft. Darüber hinaus geht es auch um die Gesundheitsförderung von Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HSWT.

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Entstehen wird das "AOK Digital Lecture Lab" am Institut für Lebensmitteltechnologie der HSWT in den Räumen des Food-Startup-Inkubators Weihenstephan. Dieser unterstützt Gründerinnen und Gründer mit innovativen und nachhaltigen Ideen im Lebensmittelsektor und bietet mit einer Pilotanlage auch konkrete Hilfe bei der Entwicklung neuer Produkte. Die Nachfrage ist enorm. Inzwischen entwickeln und produzieren nach Auskunft der HSWT mehr als 20 Start-ups und fast 30 Gründungsteams im Lebensmittelbereich. Das ist ein Wachstum um fast 100 Prozent innerhalb eines Jahres - ein Erfolg, den auch die Hochschule überrascht hat. In den vorhandenen Räumlichkeiten wird es eng, deshalb ist ein weiterer Ausbau der Infrastruktur bereits in Planung.
Vorgesehen ist, dass die Co-Working-Spaces flexibel zu einem Veranstaltungsraum für Vorträge, Schulungen und Fortbildungen umgebaut werden können - nicht nur für Studierende, sondern auch für die Öffentlichkeit. Mithilfe moderner, digitaler Übertragungstechnik können die Veranstaltungen live online gestreamt werden. In Planung ist beispielsweise eine gemeinsame Vortragsreihe von Hochschule und AOK Bayern im Bereich Ernährung und Gesundheit, etwa zu Themen der psychischen Gesundheit Studierender - gerade auch zu Problemen durch die Corona-Pandemie. Der Start ist für das erste Quartal 2022 geplant.
Die AOK fördert den Aufbau der Co-Working-Spaces, bei denen es sich laut HSWT nicht um feste Computer-Arbeitsplätze handelt, sondern um "Sitz- und Stehbereiche, in denen die notwendige IT-Infrastruktur wie Internet, Drucker und Präsentationsbildschirme flexibel nutzbar sind". Der finanzielle Bedarf und die Höhe der Förderung stehen nach Angaben der Hochschule noch nicht im Detail fest.
Food-Startup-Campus
Außerdem sponsert die AOK in diesem Jahr die Preisgelder für die drei Bestplatzierten des "Food Startup Campus", der am 30. September stattfinden wird. Bei dieser Konferenz stellen die Teams in kurzen Präsentationen ihre Produkte vor, Jury und Teilnehmende verkosten sie dann. Ein Expertengremium, dem Vertreter von HSWT und AOK angehören werden, stimmen dann über die drei Erstplatzierten ab, die Prämien in Höhe von 1000 beziehungsweise 700 und 300 Euro erhalten. "Wir freuen uns, mit der AOK Bayern eine gleichgesinnte Partnerin zu haben, mit der wir in Bereichen, die für unsere Hochschule einen hohen Stellenwert haben, etwa Gründungsförderung und die nachhaltige Zukunft der Ernährung, effektiv zusammenarbeiten können", sagte HSWT-Präsident Eric Veulliet bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.
Die AOK hatte vor etwa sechs Monaten angefragt, ob die HSWT Interesse habe, gemeinsame Aktivitäten zu starten, um gerade jungen Menschen die Themen Ernährung und Gesundheit näherzubringen. Außerdem habe sie der Ansatz der Hochschule begeistert, mit dem Food-Startup-Inkubator die Bereiche Regionalität und Nachhaltigkeiten mit einer Landwirtschaftsinitiative zur Herstellung von Lebensmitteln direkt am Hof zu stärken.

