Preis beim Bundeswettbewerb:"Jugend testet" künstliche Intelligenz

Preis beim Bundeswettbewerb: Wie gut versteht der Assistent die Fragen und wie lange braucht er für die Antworten? All das testeten Timon Graßl und Oskar Wozniewski (rechts).

Wie gut versteht der Assistent die Fragen und wie lange braucht er für die Antworten? All das testeten Timon Graßl und Oskar Wozniewski (rechts).

(Foto: Marco Einfeldt)

Timon Graßl und Oskar Wozniewski von der Freisinger Karl-Meichelbeck-Realschule haben bei dem bundesweiten Wettbewerb digitale Spracherkennungssysteme miteinander und mit Menschen verglichen - und dafür einen Preis erhalten.

Von Marlene Krusemark, Freising

Timon und Oskar konnten nur per Skype anwesend sein, als die Stiftung Warentest ihnen am Montag den zweiten Preis in der Kategorie Dienstleistungstests des bundesweiten Wettbewerbs "Jugend testet" verlieh - sie stecken nämlich gerade mitten in ihren Abschlussprüfungen. Timon Graßl ist 15, Oskar Wozniewski 17 Jahre alt - die beiden gehen in die gleiche Klasse der Karl-Meichelbeck-Realschule in Freising. Mit ihren Tests zu digitalen Sprachassistenten konnten sie sich unter 1800 Jugendlichen behaupten und die Jury in Berlin überzeugen.

"Mein Hobby ist eigentlich Filmen, Timon ist mehr der Informatiker", so Oskar. Ihr Informatiklehrer Fabian Pirner kam damals auf die beiden zu und fragte sie, ob sie nicht an dem Wettbewerb teilnehmen wollten. Sprachassistenten sind Softwares, die Sprache erkennen, Suchanfragen umsetzen und dem Benutzer schließlich eine gesprochene Antwort geben: Man kann sie beispielsweise bitten, Supermarkt-Öffnungszeiten herauszufinden, eine physikalische Formel abzurufen oder die Bundesliga-Ergebnisse vorzutragen. Die Idee, Sprachassistenten zu testen, entstand aus Timons und Oskars gemeinsamer Teilnahme an einem vorherigen Schülerwettbewerb namens "Technikentdecker", für den sie einen Film gedreht hatten.