Süddeutsche Zeitung

Eching:Tennishalle soll zur Saison 2021/22 eröffnen

Noch in diesem Jahr soll mit dem Neubau des 2018 abgebrannten Gebäudes begonnen werden. Der Echinger Gemeinderat hat sogar Mehrkosten über die Versicherungssumme hinaus bewilligt. Dafür entsteht eine weitere Halle.

Von Klaus Bachhuber, Eching

Mit dem Wiederaufbau der 2018 abgebrannten Echinger Tennishalle soll es noch heuer losgehen. Einstimmig hat der Bauausschuss des Gemeinderats jetzt die finalen Pläne abgenickt. Im Herbst 2014 hatte die Gemeinde noch für knapp eine halbe Million Euro die Tennishalle im Freizeitgelände sanieren lassen. Dazu hatten Vereinsmitglieder des SC Eching unzählige ehrenamtliche Stunden in die Anlage gesteckt, so dass die 1982 gebaute Halle wieder das Herzstück der Tennisanlage bildete. Bei dem Feuer im August 2018 brannte sie dann aber vollständig ab.

Nun soll das Gebäude in anderer Konstruktion, aber in unveränderten Dimensionen neu gebaut werden, ebenso entstehen die drei angegliederten Wohnungen wieder. Neu hinzu kommt eine Gymnastikhalle für andere Sportarten. Die Baukosten werden jetzt komplett auf 4,3 Millionen Euro netto geschätzt. 3,4 Millionen Euro netto kommen aus der Brandversicherung, die dazu auch den Abbruchs der Brandruine finanziert. Dass es aus Sicht der Gemeinde eine Notwendigkeit ist, zusätzlich dazu noch etwas draufzulegen, ergibt sich nach Darstellung aus dem Rathaus durch Zusatzleistungen, die in dem abgebrannten Gebäude nicht enthalten waren. An erster Stelle steht hier die neue Sporthalle, die mit etwa 210 000 Euro zu Buche schlägt. Dazu soll auf das Hallendach eine Fotovoltaik-Anlage kommen, die mit 115 000 Euro veranschlagt ist.

Die neue Sporthalle, die auch Nicht-Tennisspieler nutzen, kostet etwa 210 000 Euro

Auch die Außenanlagen, die für die drei neuen Gebäudeeinheiten nötig sind, werden zu rund 270 000 Euro nicht von der Versicherung getragen. Zudem enthält die Kostenkalkulation 200 000 Euro Puffer für unvorhergesehene Ausgaben.

Mit dem Neubau werde sich auch die Pacht für den SC Eching als Betreiber der Halle erhöhen, kündigte Bürgermeister Sebastian Thaler an. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach, ausgerichtet für eine Leistung von 400 Kilowattstunden, soll von der Bürgerenergiegenossenschaft Freising betrieben werden, in der Eching Mitglied ist. Dafür verringern sich die Unterhaltskosten. Die Tennishalle wird in Holzständerbauweise mit zwei Tragestützen konstruiert. Die Stützen stehen auf Netzhöhe zwischen den Tennisfeldern, sodass sie den Spielbetrieb nicht stören, wie es heißt. Die neue Sporthalle wird mit zehn auf zehn Metern Grundfläche zwischen Tennishalle und den separaten Wohnungen eingefügt.

Pacht für den SC Eching als Betreiber wird sich mit dem Neubau erhöhen

Die Baukosten werden momentan noch netto berechnet, weil die Gemeinde für unterschiedliche Gebäude Mehrwertsteuer bezahlen muss, diese dann aber teilweise wieder zurückerstattet bekommen möchte, weshalb Bruttozahlen momentan ein kniffliges Rechenexempel sind. Bislang war stets Beschlusslage des Gemeinderates gewesen, für den Wiederaufbau keine eigenen Mittel aufzuwenden, sondern nur in dem Maße zu planen, das die Versicherung ersetzt. Mit der einstimmigen Genehmigung hat der Ausschuss nun die neuen Kosten genehmigt.

Der Bauantrag soll nun unverzüglich im Landratsamt eingereicht werden. Noch heuer soll über eine Teilbaugenehmigung mit dem Fundament begonnen werden. Zur Wintersaison 2021/22 könnte die Halle stehen und nutzbar sein.

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Quelle:
SZ vom 15.09.2020/ilos
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