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Sieger im Natur-Garten Wettbewerb der Nordallianz zur Artenvielfalt, Kategorie Garten

Johannes Herhaus (Mitte) ist Sieger im Natur-Gartenwettbewerb der Nordallianz zur Artenvielfalt, Kategorie Garten. Geschäftsstellenleiterin Anna-Laura Liebenstund und Echings Bürgermeister Sebastian Thaler haben gratuliert.

(Foto: oh)

Mehr als 300 Fotos und Videos sind bei der Nordallianz für den Natur-Gartenwettbewerb eingegangen, den man im vergangenen Sommer ausgelobt hat. Unter dem Motto "Tu was für die (G)Artenvielfalt" wurden naturnah und insektenfreundlich bepflanzte Balkone, Blumentöpfe und Gärten gesucht, nicht nur von Privatleuten, sondern auch von Betrieben, Vereinen oder Organisationen. Es gab fünf Kategorien: (Vor-)Garten, Balkon und Terrasse, Garteln mit Kindern, Institutions-, Vereins- und Unternehmensgärten sowie Insektenhotels; die Gewinnerinnen und Gewinner wählte eine Jury aus den Volkshochschulen der Nordallianz-Kommunen sowie einer gemeindlichen Umweltabteilung aus. In der Kategorie 1 (Garten) belegte Johannes Herhaus aus Eching den ersten Platz, gefolgt von Evi und Alfred Krappel aus Ismaning und Sophia Gärtner aus Garching. In Kategorie 2 (Balkon und Terrasse) heißen die Sieger Ursula Henn aus Ismaning, Daniela Wittig aus Unterschleißheim und Irene Schick aus Unterföhring. Beim Garteln mit Kindern haben der Verein "Zukunft Unterfairing" aus Unterföhring, Kathleen Kotulla aus Unterföhring und der Ismaninger Hort "Bärenhöhle" überzeugt. Als umweltfreundlich gärtnernde Organisationen taten sich der "Kleingartenverein Oberschleißheim" auf Platz 1 hervor, sowie die Pfennigparade Unterschleißheim und die Oberschleißheimer Firma Schreiner Group. Die schönsten Insektenhotels hatten Beate Wagner aus Ismaning sowie Jo Feckl und Ingrid Stanglmeier aus Garching.

"Vollends überzeugt" sei die Jury vom Garten des Echingers Johannes Herhaus gewesen, teilt die Nordallianz mit: Herhaus, der auch Imker ist, hat den Garten so angelegt, wie der lokale Naturraum im Münchner Norden eigentlich aussieht: als magere Blühwiese. Dazu seien zwar eine gute Vorarbeit und Recherche notwendig gewesen, doch nun, im zweiten Jahr, falle kaum noch Gartenarbeit an, heißt es in der Beschreibung. Entstehen lassen hat Herhaus die standorttypische Magerwiese, indem er nur eine dünne Schicht Humus auf Kieselbeete auftrug. Weil sich die Blumen frei innerhalb der Beete ausbreiten können, muss er nur noch zuschauen.

Auch in den anderen Kategorien seien die Artenschutzkonzepte besonders gewesen, etwa in Ismaning, teilt die Nordallianz mit. Dort hat Beate Wagner mit viel Mühe Insektenhotels gebaut und dazu sogar einen kleinen Film aufgenommen. Auch der Verein "Zukunft Unterfairing", der sich für die nachhaltige Entwicklung in Unterföhring einsetzt, überzeugte die Jury mit einer Fotoreihe über ein nachhaltiges Kinder-Gartenprojekt. Alle Einsendungen werden jetzt gebündelt und im Frühjahr 2021 auf der Homepage der Nordallianz veröffentlicht.

© SZ vom 31.10.2020 / sz

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