Fachkräftemangel:Wellness als Wertschätzung

Fachkräftemangel: Mitarbeiter der Gemeinde sollen mit Zuschüssen für Fitnessangebote umworben werden.

Mitarbeiter der Gemeinde sollen mit Zuschüssen für Fitnessangebote umworben werden.

(Foto: Marco Einfeldt)

Mitarbeiter im Echinger Rathaus kommen künftig günstiger ins Fitness-Studio, ins Hallenbad oder in die Sauna. Die Gemeinde übernimmt einen Teil der Kosten.

Von Klaus Bachhuber, Eching

Mitarbeiter im Echinger Rathaus kommen künftig günstiger ins Fitness-Studio, ins Hallenbad oder in die Sauna. Die Gemeinde bietet ihren Bediensteten als neuesten Service über einen "WellPass" die Möglichkeit universeller Mitgliedschaft in beteiligten Häusern und schießt immerhin rund zwei Drittel der Kosten zu. Dies sei "ein Instrument zur Wertschätzung, zur Gesundheitsförderung und zur Bindung sowie Neugewinnung des Personals", erwartet der Echinger Bürgermeister Sebastian Thaler.

Der "WellPass" ist ein kommerzielles Angebot des gleichnamigen Anbieters, der damit die multiplen Mitgliedschaften und Zugangsmöglichkeiten organisiert. In Eching kostet der Pass 64 Euro, 44 davon übernimmt die Gemeinde. Dafür gibt es bislang Zugang zu den Schwimmbädern "Neufun" in Neufahrn und "Fresch" in Freising, außerdem zu Fitness-Studios in Eching.

Im Echinger Rathaus sieht man das neuerliche Angebot als einen Baustein zur Mitarbeiter-Bindung und vielleicht auch als Mosaiksteinchen bei der Suche nach neuem Personal. "Es positioniert unsere Gemeinde als attraktiven Arbeitgeber", erwartet man in der Personalabteilung der Gemeinde.

Zudem sei die Gemeinde nach eigenen Angaben überaus engagiert in der Gesundheitsförderung der Bediensteten. Angeboten wird etwa eine betriebliche Krankenzusatzversicherung sowie jährliche Gesundheitstage mit Schwerpunktthemen.

Kalkuliert wird, dass etwa 15 Prozent der Mitarbeiter das Angebot nutzen

Mit dem "Wellpass" könne die Gesundheit der Mitarbeiter nun weiter gefördert werden. Für den Arbeitgeber bringe dies in der Regel auch geringere Krankheitsausfälle. Kalkuliert wird, dass etwa 15 Prozent der Mitarbeiter das Angebot nutzen. Das würde der Gemeinde monatlich gut 1500 Euro kosten.

Der Gemeinderat hat den Zuschuss einstimmig durchgewunken. In zwei Jahren soll die Resonanz bewertet werden. Georg Bartl gab zu Protokoll, dass sich mit derartigen Angeboten "die freiwilligen Leistungen immer weiter summieren". Diese freiwilligen Ausgaben sind jährlich Konfliktthema bei der Etat-Aufstellung.

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