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Nach Insolvenzantrag:Adler: Zukunft der Echinger Filiale offen

'Adler Modemärkte'

Der Modehändler Adler ist international tätig.

(Foto: dpa)

Die Modekette Alder hat Insolvenz angemeldet, als Grund nennt die Kette die erneute Corona-bedingte Schließung. Die Zukunft der Echinger Filiale mit 39 Mitarbeitern ist noch offen.

Von Petra Schnirch, Eching

Die Modekette Adler hat einen Insolvenzantrag gestellt - welche Folgen dies für die Echinger Filiale haben wird, ist noch offen. Zu konkreten Plänen könne das Unternehmen derzeit noch nichts sagen, so eine Sprecherin, denn es gebe noch keinen Insolvenzplan. Nach dem Ende des Lockdowns soll das Geschäft an der Heisenbergstraße 6 - einer der prägenden Märkte im Gewerbegebiet - erst einmal wieder öffnen, 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Auch das Online-Geschäft läuft weiter.

Als Grund für den "Insolvenzantrag in Eigenverwaltung" nennt der Modehändler, der 2018 sein 70-jähriges Bestehen gefeiert hatte, die neuerliche Schließung von 169 seiner 171 Standorte. Den ersten Corona-bedingten Lockdown im Frühjahr habe man noch abfedern können. Diesmal sei es aber nicht möglich gewesen, die Liquiditätslücke aufgrund der Umsatzeinbrüche über eine Kapitalzufuhr durch staatliche Unterstützungsfonds beziehungsweise durch Investoren zu schließen, heißt es in einer Pressemitteilung. Ziel sei es, die Adler Modemärkte AG über einen Insolvenzplan finanziell zu sanieren.

Bei einer Eigenverwaltung werde der Geschäftsbetrieb unter Aufsicht eines (vorläufigen) Sachwalters in vollem Umfang weitergeführt. Das Beispiel Adler zeige, dass selbst ein Unternehmen, das Ende 2019 noch eine Rekord-Netto-Liquidität von 70,1 Millionen Euro und eine solide Bilanzqualität ausgewiesen habe, "ohne eigenes Verschulden und innerhalb von nur knapp zwölf Monaten in eine existenzielle Krise geraten könne".

© SZ/nta
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