Doppelinterview zum Volksbegehren Streitfall Biene

Dass es ohne Insekten keine Landwirtschaft geben würde, da sind sich beide Landwirte einig. Dann hört es mit den Gemeinsamkeiten aber fast schon wieder auf.

(Foto: Imago/Manfred Ruckszio)

Das Volksbegehren Artenschutz, dessen Eintragungsfrist am 31. Januar beginnt, findet große Aufmerksamkeit. Georg Radlmaier und Josef Braun sind Bauern - und zeigen, dass man identische Fragen sehr unterschiedlich beantworten kann.

Von Nora Schumann

Die eine Seite: Der konventionelle Landwirt

Georg Radlmaier bewirtschaftet etwa 50 Hektar Fläche auf konventionelle Art, davon sind gut 20 Hektar Grünland und 30 Hektar Ackerland.

Warum sind Sie Landwirt geworden?

Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden, musste aus privaten Gründen den Betrieb schon mit 16 Jahren übernehmen und bin überzeugter Landwirt. Was mir wichtig ist: Ich sehe mich als einen sehr wichtigen Teil von unserer Gesellschaft, weil ohne Nahrungsmittel und Bauern gäbe es keine Zivilisation. Meiner Meinung ...