Der Uferlosreporter Sissi und die Freisinger

Foto: Peter Hinz-Rosin

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Warum es viele Gründe gibt, das Festival nie zu vergessen

Von Christian Gschwendtner

Kaum zu glauben, das Uferlos geht gerade in sein achtes Jahr und noch immer gibt es offenbar so weltfremde Wesen, die noch nie etwas davon gehört haben. Mit Sissi Perlinger, die am Dienstagabend im Sparkassenzelt auftrat, hat man da noch Nachsicht. Sie ist schließlich Künstlerin. Als solche saß sie vor Showbeginn auch im Backstage-Bereich. Mantel, Schuhe und Leggins sind einheitlich im Leopardenmuster gehalten - wie es sich eben für eine anständige Künstlerin gehört. Doch, doch, sie sei schon mal in Freising gewesen, sagt die Kabarettistin, in diesem historischen Saal in der Stadtmitte habe sie mal einen Auftritt hingelegt. Und ja, womöglich war sie auch schon mal auf dem Uferlos. Aber das ist jetzt nicht weiter wichtig. Denn Sissi Perlinger wollte für die Freisinger an diesem Abend ihr Herz "ganz besonders weit aufmachen". Ganz hervorragend ist das, die Besucher werden sie so immer in Erinnerung behalten, und wenn alles gut geht, wird sich auch Sissi Perlinger immer ans Uferlos zurückerinnern.

Für diejenigen, denen das Privileg verwehrt blieb, dem Perlinger-Auftritt beizuwohnen, eben weil sie noch nie etwas vom Uferlos gehört haben, für diejenigen haben sich die Macher in diesem Jahr etwas besonderes ausgedacht. Im Laufe des Festivals soll ein "After-Movie" entstehen. 90 Sekunden ungefilterte Uferlos-Begeisterung. Zwei Studenten, die beide auf den Namen Alex hören, werden den "Movie" drehen. Die Organisatoren wollen mit diesem Anschauungsmaterial in Zukunft ein noch größeres Publikum erreichen. Über genügend Praktikanten können sie sich dagegen nicht beschweren. 21 sind es heuer. Am Ende bekommen sie ein Zeugnis und werden das Uferlos garantiert nie vergessen.