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Corona im Landkreis Freising:Inzidenz wieder leicht gesunken

Erfolgreiche Sonderimpfaktion für über 60-Jährige ohne Priorisierung. 550 Dosen Astrazeneca sind schnell weg

Von Kerstin Vogel, Freising

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner ist im Landkreis Freieng wieder leicht gesungen. Am Freitag hatte das Freisinger Landratsamt den Wert mit 184,4 angegeben (Quelle: RKI) am Sonntag lag die Inzidenz laut RKI bei 167,2. Weitere aktuelle Zahlen zum Stand der Impfungen und zur Lage im Klinikum wurden vom Freisinger Landratsamt am Wochenende nicht veröffentlicht.

Bei einer Aktion im Freisinger Impfzentrum hatten sich am vergangenen Samstag auch Landkreisbürger ohne Priorisierung impfen lassen können. Nach einer Sonderlieferung von 550 Dosen Astra Zeneca hatte das Landratsamt allen über 60-Jährigen die Möglichkeit geboten, sich für eine Impfung unabhängig vom Registrierungsportal BayIMCO anzumelden.

Michael Pohla, 67, hat die Gelegenheit ohne zu zögern genutzt, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes zum Erfolg der Aktion heißt: "Ich wäre wohl bald sowieso dran gewesen. Aber so kann ich vielleicht früher in den Urlaub fahren." Bedenken gegenüber Astra Zeneca habe er keine, wird Pohla weiter zitiert: "Da gibt es so viele Medikamente mit heftigen Nebenwirkungen, über die niemand nachdenkt. Dass etwas bei Astra Zeneca passiert, ist doch unwahrscheinlich."

Kurz vor Beginn der Aktion hatte es gleichwohl noch einige Abmeldungen von Bürgern gegeben. Ihre Termine wurden an Nachrücker auf der laut Landratsamt "langen Warteliste" vergeben. Man habe bei der Sonderaktion alle Impfdosen somit leicht an den Mann und an die Frau bringen können. Als das Landratsamt Mitte der Woche zur Anmeldung eingeladen hatte, waren die Termine in nur eineinhalb Stunden vergeben gewesen.

Generell schätzt das Landratsamt die Impfbereitschaft im Landkreis aktuell als hoch ein, wie es in der Mitteilung weiter heißt. "Noch größere Sonderlieferungen wären entsprechend ebenfalls gut verimpfbar." So seien derzeit etwa 50 000 Landkreisbürger im Registrierungsportal BayIMCO des Freistaates angemeldet.

Regelmäßigere Lieferungen von Impfstoffen würden die Organisation für die Impfzentrumsbetreiber "deutlich erleichtern", denkt Hubert Böck vom BRK. Doch wie alle anderen Landkreise wird auch der Landkreis Freising wöchentlich nach einem Verteilerschlüssel gemäß der Einwohnerzahl mit Impfstoff beliefert. Ausnahmen sind oder waren grenznahe Landkreise mit einer besonders hohen Sieben-Tages-Inzidenz und Landkreise mit einem besonders hohen Altersdurchschnitt, wie das Landratsamt klarstellt. Diese würden mehr Impfstoff erhalten. Auch zusätzliche Sonderlieferungen mit Astra Zeneca seien zeitweise möglich gewesen. Dabei würden die Landkreise jedoch nicht unbedingt auch die angeforderte Menge erhalten. Letztendlich führten höhere Liefermengen für einige Landkreise, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, zu einer insgesamt höheren Impfquote für Bayern.

Die Impfquote für den Landkreis Freising lag am vergangenen Freitag bezogen auf die tatsächliche Einwohnerzahl und Erstimpfungen bei 19,3 Prozent. Aktuelle Informationen zur Corona-Impfung bietet das Landratsamt unter www.ein-stich.de.

© SZ vom 26.04.2021
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