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Chemikalie in Freisinger Gewässer:Warnung vor Verzehr von Fischen aus der Moosach

Vor dem Verzehr von Fischen aus der Moosach wird gewarnt. Sie könnten mit Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) belastet sein.

(Foto: Marco Einfeldt)

Das Wasserwirtschaftsamt hat erhöhte Werte der Chemikalie Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) in dem Gewässer festgestellt.

Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) München hat während eines Monitorings perfluorierte Alkylsubstanzen in der Moosach festgestellt. Das geht aus einer Pressemeldung des Freisinger Landratsamts hervor. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat daraufhin wild lebende Fische in dem Gewässer untersucht und in diesen unterschiedlich hohe Gehalte von Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) festgestellt. Das LGL hält den gelegentlichen Verzehr von Fischen aus der Moosach für gesundheitlich nicht bedenklich, warnt aber vor regelmäßigem Genuss. Dies könne negative gesundheitliche Wirkungen wie zum Beispiel einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut hervorrufen, heißt es in der Pressemeldung. Das LGL rät daher von Verzehr von Fischen aus der Moosach ab.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass das Monitoring in der Moosach in keinem Zusammenhang mit den im Landkreis festgestellten Vorkommen von Malachitgrün steht. Vielmehr gehört die Messstelle bei Hangenham zu einem umfangreichen chemischen und biologischen Monitoring, um den Gewässerzustand zu kontrollieren. Nach Mitteilung des WWA liegen derzeit keine Erkenntnisse über die Ausdehnung der Belastung und den Verursacher vor. Die Behörde führt weitere Ermittlung zur Erforschung der Ursachen durch. PFOS können etwa bei Einleitung von industriellen Abwässern in die Umwelt gelangen. Die Substanzen reichern sich in Körpern von Menschen und Tieren an.