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Caritas in Freising und Erding:Frauen-Duo an der Spitze

Anja Bungarzt-Pippig und Barbara Gaab

Die neue Caritas-Doppelspitze hat ihre Arbeit aufgenommen: Anja Bungartz-Pippig (l.) und Barbara Gaab.

(Foto: Caritas)

Zentren präsentieren neue Geschäftsleitung, die künftig als Tandem arbeitet.

Von Gudrun Regelein, Freising

Das Caritaszentrum Freising hat seit Montag eine neue Geschäftsführung: Künftig leiten Anja Bungartz-Pippig und Barbara Gaab als Tandem die beiden Zentren Freising und Erding. Nach dem Abschied der langjährigen Kreisgeschäftsführerin Carolin Dümer im vergangenen Januar hatte Bettina Erifiu-Wolf interimsmäßig die Geschäftsführung übernommen.

Die beiden Zentren sollen unter der gemeinsamen Führung enger zusammenwachsen. Ziel sei, die Einrichtungen und Dienste inhaltlich und wirtschaftlich auf einen guten Weg zu führen. Anja Bungartz-Pippig und Barbara Gaab werden sich die verschiedenen Fachbereiche aufteilen und übergreifend an beiden Standorten dafür zuständig sein. Die Zentren werden eine neue Ausrichtung erhalten, aber beide werden bleiben, betont Bungartz-Pippig. "Wir werden neue innovative Wege gehen und Synergie nutzen." Die 40-jährige Bungartz-Pippig wird erste Ansprechpartnerin in Freising sein, die frühere Regierungsdirektorin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales hatte seit Anfang des Jahres in der Zentrale in München bereits einen Überblick über die Arbeit der Caritas gewinnen können, wie sie sagt.

"Auch wir müssen uns zukünftig wirtschaftlich aufstellen", sagt Anja Bungartz-Pippig

Die 54-jährige Gaab ist bereits seit 1996 beim Caritasverband und leitete zunächst in München ein Alten- und Servicezentrum. Seit 2000 ist sie die Geschäftsführerin des Erdinger Zentrums und wird dort erste Ansprechpartnerin bleiben. In den beiden Caritas-Zentren gebe es seit Langem wichtige Schnittstellen und gemeinsame Projekte. "So haben wir 2005 Rentabel Erding unter gemeinsamer Geschäftsführung erfolgreich aufgebaut und zu einem wichtigen Angebot im Landkreis Erding gemacht", berichtet Barbara Gaab. Dieses Zusammenarbeiten und -wirken weiter auszubauen, sieht Gaab als große Chance für beide Zentren.

Der Bereich der sozialen Arbeit durchlaufe momentan eine Veränderung, sagt Bungartz-Pippig. Nicht nur, aber auch wegen der aktuellen Corona-Krise. Alle Akteure stünden vor großen Herausforderungen, vor allem auch die Wohlfahrtsverbände. "Auch wir müssen uns zukünftig wirtschaftlich aufstellen", betont sie. Gleichzeitig aber müsse man für die Klienten da sein und deren Wünsche und Bedürfnisse erfüllen. "Wir wollen ein starker Partner für die Region sein und bleiben", betont die neue Geschäftsführerin.

Die Herausforderung werde sein, sich trotz des christlichen Auftrags zukunftsfähig aufzustellen, dazu gehöre der wirtschaftliche Aspekt. "Das wird unsere Kernaufgabe sein. Wirtschaftlich zu arbeiten und dabei als Caritas präsent zu sein. Unser Ziel ist, eine Konstante in der Hilfelandschaft zu bleiben und zu zeigen, dass wir gute Arbeit leisten."

© SZ vom 04.11.2020/ilos
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